Aphorismen 11

Wiedergeburt

Wiedergeburt könnte auch bedeuten, dass sich das aus dem wir sind, nämlich Energie, immer wieder zu dem Zustand zusammenzieht was wir jetzt sind.

Es gibt Buddhisten die sagen, es genüge nicht wenn eine Samenzelle auf eine Eizelle treffe um Leben entstehen zu lassen. Denkt man diese Vorstellung zu Ende, so ergibt sich, dass folglich auch kein Bakterium ohne den Impuls eines zur Wiedergeburt strebenden verstorbenen Bakterium lebensfähig wäre.
Folglich müsste es mehr „Geisterbakterien“ geben, als es Sterne im Weltall gibt.
Eine weitere Überlegung lohnt es sich dazu zu machen. Ist nämlich der Befruchtungsvorgang nicht ein rein biologischer Vorgang, sondern ein erst durch eine sich wiedergebärende Seele sich ermöglichender Vorgang, so haben die Eltern folglich bezüglich der Weitergabe ihrer geistigen Eigenschaften das Nachsehen. Man könnte auch sagen, da wird ein Fremdling in die Familie geboren. Nicht jeder ist aber bereit den Josephseffekt auf sich zu nehmen. So könnte ein Aspekt zur Lust zur Zeugung massiv darunter leiden.

Auch wie das mit dem Sterben und wiedergeboren werden begann, muss einem zu denken geben: Irgendeinmal in der Evolution der Erde machte sich ein Energiekonglomerat von der Ortsgebundenheit selbstständig. Das war der Anfang von dem, was wir als Leben bezeichnen. Jetzt die Frage an die Buddhisten. Woher hat dieses erste Leben denn seine Kraft zur Selbstständigkeit erhalten, wenn biophysische Interaktionen nicht reichen, um Leben zu erschaffen. Wenn man sich noch vorstellt, dass ja dieser Prozess nicht mit einer einzigen Zelle begann, sondern wahrscheinlich unzählige zugleich entstanden sind, muss man schon fragen, ob da schon so viele vorgeburtliche Geistwesen zur Verfügung standen, dass diese alle diese neuen Zellen zum Leben erwecken konnten.

Welche Lust befiel das erste Geistwesen, sich zu verdichten? Das ist doch genau so ein Schwachsinn beschränkter Fantasie, welche völlig von unserem Wahrnehmungsniveau aus interpretiert. Denn, ich glaube nicht, dass ein solches Wesen Lust dazu hat, sich förmlich emotional zu verarschen und auf das Niveau des Leidens zu begeben. Natürlich behaupten Esoteriker das seien gefallene Geistwesen. Das riecht mir schon zu sehr nach menschlichem Schicksal, sowie dem beharrlichen zurechtbiegen von natürlichen Vorgängen.

Ein Gott benötigt nicht grenzenloses Wissen, um das zu machen, was die Gläubigen ihm zuschreiben wollen, nämlich die Erschaffung des Weltalls. Da genügt das, was wir heute wissen und was wir noch herausfinden völlig.

Frage an den Leser: Was glauben Sie, was Sie glauben würden, wenn Sie in einem anderen religiösen Umfeld geboren worden wären. Das alleine beweist die religiöse Subjektivität.
Es zeigt doch, dass Religion mehr mit kultureller Identität zu tun hat, als mit Objektivität.

Die Raumzeit in Lichtjahren zu messen unterscheidet sich dadurch von der Messung in Aeonen, dass sie grundsätzlich präziser ist. Während Aeonen praktisch für alle Kulturen verschieden sind, lässt sich die Lichtgeschwindigkeit für alle nachvollziehbar genau und gleich messen. Wenn wir daran denken, dass nach der Bibel nach fünftausend Jahren zurück gerechnet Schluss wäre, dürfte die Problematik der Einteilung nach Aeonen offensichtlich sein. Halten wir uns vorläufig lieber an die Lichtgeschwindigkeit als Mass für unsere zeitliche Existenz. Das an die Adresse der Esoteriker, die glauben die Physik mitsamt der modernen Physik, aus den Angeln heben zu müssen. Denn sollte sich etwas noch physikalisch Konsequenteres zeigen, so sicher nicht die Aeonen.


Aphorismen 10

Aphorismen 12

zurück zum Inhalt

Home