Aphorismen 3

Ein spielerischer Tex

I.
Es ist Ewigkeit.
Bewegung und Ruhe zugleich.
Und Bewegung und Ruhe zugleich neigt sich zur Bewegung. So werden die Bewegung und die Ruhe zum Unterschied. Weil aber Ewigkeit ist, ist trotzdem noch Bewegung und Ruhe zugleich.
Die Bewegung beginnt sich zu Verdichten, sie wird Form. Zuerst in kaum sichtbaren Feldern, die, weil sie endlos sind, in der Unendlichkeit sich begegnen. Beim Begegnen ergeben sich dichtere Felder mit anderen Formen. Diese Veränderung ergibt sich jedes Mal, wenn sich die Felder in der Unendlichkeit kreuzen. Und sie tun es immer wieder.
So entsteht die Formenvielfalt. So entsteht ein Omniversum, ein "Allseiendes". Die Ewigkeit ist wie das Omniversum. Sie kann nicht gepackt werden, obwohl existent.
Durch die Kreuzung der Felder der Möglichkeiten bewirkt es eine immer dichter werdende Verdichtung. Es können sich andere Formen aus den Feldern bilden. Es entstehen Blasen, Spiralen und viele andere Formen der Verdichtung. Es entstehen Weltalle, darin die Nebel die zu Galaxien werden .Den Rest nehmen wir selber wahr.

II.
Es ist Ewigkeit.
Bewegung und Ruhe zugleich sind ein Unterschied geworden. Die durch Bewegung entstandenen Felder sind Energie, sie werden immer dichter, sie werden zu individuellen Feldern. Sie können ein Weltall entstehen lassen. Es entstanden Individuen. Diese zu dichten Feldern gewordenen Individuen haben einen Drang zur weiteren Verdichtung, mit der Tendenz, noch mehr verbunden zu werden.
Diejenigen Felder, mittlerweile zu unzähligen Formen geworden, die auch ein Weltall entstehen liessen, versuchen in zu Materie verdichteten Formen zu wandeln, die ihren Eigenbewegungen entsprechen. Es entstehen so auch Wesen, auch das Universum beobachtende Lebewesen.

III.
Es ist Ewigkeit.
Und hier sind Bewegung und Ruhe zugleich, die ein Unterschied geworden sind.
Wir Wesen erkennen es im Körper als Dualität. Aber es ist keine Dualität. Beides ist das gleiche ohne Unterschied: Es ist Ewigkeit.

IV.
Es ist Ewigkeit.
Der Nichtraum ist.
Er ist, durch Nichtraum, der Bewegung enthält.
Der Nichtraum kann also nicht entstehen, er ist.
Im Nichtraum können Räume entstehen. Aber diese Räume sind begrenzt. Sie sind nicht Der Raum. Denn es gibt nur Räume oder den Nichtraum.
Solange wir nicht an die Grenze von einem dieser Räume stossen, können wir Den Raum nicht erfahren, auch, weil wir die jeweiligen Räume, in denen wir uns aufhalten, als den Raum wahrnehmen.
Der Raum in sich leistet keinen Widerstand.
Im Nichtraum kann sich aber zu Räumen entwickeln, wenn Bewegung sich regt. Da diese Räume aber begrenzt sind, kann es zu noch mehr Verdichtung kommen. Das geschieht aber im Nichtraum, der zu Räumen geworden ist.
Das geschieht in der Ewigkeit.

V.
Es ist Ewigkeit.
Es ist Ruhe und Bewegung zugleich. Der Nichtraum ist.
Wir suchen nach einer Begründung, nach dem Grund.
Wir können aber nur finden, was schon ist.
Wir sind eingeladen, was ist, kennenzulernen. Aber wir dürfen es nicht packen wollen.
Wir müssen, was wir beim Kennenlernen sehen, vorbei ziehen lassen, wie wir es bei einer Reise durch die Landschaft tun. Wir dürfen auch stehen bleiben, um einen Teil der Bewegung länger halten zu wollen. Wir dürfen staunen. Nur nicht packen wollen.
Denn, es ist Ewigkeit


Rationalismus ist für viele nichts anderes als ein Vorwand, um die Angst vor den eigenen Gedanken zu verdrängen.

Die Ergebnisse der Quantenphysik sind nicht anschaulich. Diese Einsicht nützt uns aber nichts, wenn wir dadurch den philosophischen Gewinn durch sie zudecken. D.h., wir müssen die Mittel, die sie uns zur Verfügung stellt ausnützen, damit sie kontemplativ genutzt werden können. Und das gelingt nur mit der philosophischen Sichtbarmachung.

Sobald wir fragen was nach dem Nichtraum kommt, entsteht Raum.

In der Quantenphysik liegt eine moderne Schöpfungsgeschichte vor und die Rationalisten sind zu wenig philosophisch, um zu merken, dass sie damit das Mittel in der Hand hätten, den monotheistischen Religionen so etwas wie eine beweisbare Daseinstheorie entgegenzusetzen. Sie ist die Theorie die nichts mehr ausschliessen muss. Für den, der das will, nicht einmal seinen Gottesglaube.


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