Säkulare Kontemplation

Diese Bilder wollen keine normalen Abbilder des Zeitgeistes sein,
sondern durch bestimmte Zeichen auf etwas davon Abweichendes 
hinweisen. Und damit führen sie den Betrachter an eine Wahrnehmungs-
weise, die man als säkulare Kontemplation bezeichnen könnte. Also, an 
eine weltliche Wahrnehmung, von für uns unsichtbaren dynamischen 
Abläufen, wie sie die heutige Physik verfolgt und beschreibt. Durch das 
Mittel des Bildes können diese Themen, gleich anderer weltanschaulicher 
Themen, in emotionaler Umsetzung durch die ständige Präsenz inspirativ 
wirken. Was aber nicht gemeint ist, ist, dass sich der Betrachter in dieser 
Wissenschaft zuerst kundig machen muss. Es genügt, wenn er die themati-
sche Absicht in diesen Bildern kennt. So gesehen sind die Bilder besonders 
für an Kunst interessierte interessant, welche sich auch philosophisch mit 
der Welt auseinandersetzen. Mit der Entscheidung zu dieser Thematik, 
knüpfe ich, eher ungewollt, an einen Aspekt der Kunstauffassung an, die 
man als Vormoderne bezeichnen könnte, was erst die Ganzheit künstleri-
scher Möglichkeiten zu erfüllen scheint. Sie können so, als kultureller Bei-
trag an das heutige Kunstverständnis, hoffentlich bereichernd wirken.
Roset

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