Energietheorie

Eine andere Wahrnehmung des Universums
Was, wenn nicht ein Gott

Roset

Erweiterte Fassung

Erweiterte Gedankengänge





Kurzfassung

Vorschlag zur Erklärung des Ursprungs des Daseins, der einen Gott erübrigt
Dieser Vorschlag beruht auf den Erkenntnissen der Relativitätstheorie und speziell in der Tatsache der Teilchenvernichtung, des Effektes der Vernichtung von Materie und Antimaterie in der Quantenmechanik. Davon ist für Personen, die in diesen Wissenschaften nicht bewandert sind, wesentlich, dass es sich hier um energetische Prozesse handelt.

Roset, Künstler, Bern – März 2010

Vorschlag:

- Alles was wir wahrnehmen ist Energie.
  Wir Menschen sind ebenfalls Energie, bestehend aus Quarks und Elektronen.

- Auch psychische Vorgänge sind reine Energie. Was Geist genannt wird, ist Energie.
  Unsere Erlebnisse sind energetische Möglichkeitswellen, die wir wahrnehmen, wenn sie bestimmte Konstellationen einnehmen.

- Es gibt keine Trennung zwischen Materie und Energie. Beides ist das gleiche, in verschiedenen Zuständen.

- Die Materie besteht aus zusammengezogener Energie, welche durch die Energieladung bestimmt wird.

- Auch allenfalls existente Strings sind hier zu erwähnen. Es sind kleinste vibrierende Energiebündel, die Materie erzeugen könnten.

- Das Higgs-Feld ist reine Energie im Vakuum des Weltalls. Das Vakuum erzeugt Fluktuationen, ist also kein reines Vakuum, d.h. nicht das völlig Leere.
  Das Higgs-Feld speist die Fluktuationen mit Energie und so entsteht Materie.

- Die Singularität ist sogenannte unendlich dicht zusammengeballte Energie. Diese dehnt sich aufgrund einer kritischen Dichte
  aus und erzeugt ein Weltall im Omniversum.

Bis hierher sind Vorgänge beschrieben, wie sie im uns bekannten Weltall stattfinden.

Vorgänge im Omniversum:

- Das Omniversum ist der Zustand in welchem energetische Prozesse bis hin zur Bildung von Singularitäten sich ereignen.

- Die Energie der Singularität ist das Resultat energetischer Verdichtungen im Omniversum.

- Die Energie im Omniversum nimmt verschiedene Zustände ein. Sie ist durch ihre Dynamik immer in Wandlung,
  sei es zu Verdichtungen oder Ausdehnungen.

- Die Energie im Omniversum ist die Folge von Fluktuationen im Nichtraum.
  Dieser ist ein Zustand von Bewegung und Ruhe zugleich und ist dimensionslos.

- Es kann nichts über den Nichtraum hinaus gedacht werden. Jede energetische Veränderung und jeder Gedanke
  wandelt den Nichtraum um die Qualität dieser Aktivität und hebt ihn in diesem Bereich auf.

Die These:
Das Omniversum ist im Gegensatz zum Universum zu verstehen, da Letzteres nur einumfassend ist.

- Ein Omniversum, das seiner Definition gerecht wird, ist Nichtraum. Dieser Nichtraum bewirkt, aufgrund seiner Eigenschaft, die aus kinetischer
  und potenzieller Energie zugleich besteht, Fluktuationen. Dort wo sich Fluktuationen ereignen, ist der Nichtraum aufgehoben; dort wo nichts
  stattfindet, besteht Nichtraum. Die Fluktuationen sind Energie. In der Folge verdichten sich die Fluktuationen zu komplexeren Energieeinheiten,
  es entstehen Raum und Zeit. Die verursachten Energiezustände, inklusive der stattfindenden energetischen Verdichtungen, können sich zu
  Weltallen entwickeln. Diese Prozesse verlaufen skalar (eine reelle oder komplexe Zahl) und nicht vektoriell (mit freier Richtungsbeziehung,
  vieldimensional). Sie können also überall entstehen.

- Wir Menschen sind selbst Teile des Omniversums. Alles entsteht dem Grundsatz folgend aus Energie und ist Energie zugleich.
  Daran könnte auch eine Gottheit nichts ändern. Denn auf diese Weise entstünde auch ein gedachter Gott. Er wäre ebenso das Resultat von
  verdichteter Energie und nicht deren Ursache.

Menschen existieren folglich selbst implizit in verdichteter Form in diesem Omniversum und können sich somit selbst beobachten, indem sie sich im Omniversum, das aus der gleichen Substanz besteht, erkennen. Wir Menschen lösen uns im Tode wieder in eine energetische Form des Omniversums auf. Hierin liegt in letzter Konsequenz die Unzerstörbarkeit unserer Existenz. Zwar bleibt nicht die als Mensch erscheinende Form erhalten, sondern die Substanz, aus der er besteht und mindestens so lange, bis sich die Energien im Nichtraum wieder aufgelöst haben.

Was sagen Sie dazu? > Kommentar schreiben und schicken

Begriffserläuterung:

Higgs-Teilchen:
Auf der Suche nach dem kleinsten Materieteilchen des Universums nehmen viele Physiker an, dieses in der Form des nach Peter Higgs benannten Energiefeldes zu finden, welches auch als Teilchen erscheint. Mit Hilfe des Large Hadron Colliders (LHC) in Genf versucht die Wissenschaft zz. dieses Teilchen zu entdecken. Es soll das einzige Bauteilchen aller „Dinge“ im Universum sein.

Nichtraum:
Urspünglicher Zustand – ein Nichts - welcher durch Fluktuationen energetische Interaktionen ermöglicht, welche zu Weltallen führen können.

Omniversum:
Der Begriff umfasst als energetische Folge im Nichtraum alles, was existiert und möglich ist. So auch die Entstehung von Weltallen.

Quantenmechanik:
Die aktuelle Darstellung der physikalischen Zusammenhänge im atomaren und subatomaren Bereich.

Quark:
Nebst den Elektronen die kleinsten Materieteilchen. Sie bewirkten insbesondere die Entstehung von Protonen, Neutronen.

Relativitätstheorie:
Verhalten von Licht und dessen Geschwindigkeit aus der Perspektive des Beobachtenden sowie der Raum- und Zeitkrümmung unter dem Einfluss der Gravitation.

Singularität:
Das konzentrierte Zusammenfallen von Energie mit Raumzeit in einem einzigen kleinen Ort, der durch weite Kreise der Physiker als Ursprung unseres Weltalls mittels Urknall, einer gewaltigen kosmischen Eruption, angenommen wird.

String:
Als String haben Wissenschaftler eindimensionale, vibrierende Objekte angenommen und berechnet, die einige erwünschte Eigenschaften der Teilchenphysik und Quantentheorie, auch zur Vereinigung mit der Gravitation postulieren.

Teilchenannihilation:
Lat. annihilatio „das Zunichtemachen“ bzw. die gegenseitige Vernichtung polar entgegengesetzter Erscheinungen

 





Erweiterte Fassung

Diese Schrift ist für Personen gedacht, welche einen Gott als Ursache der Schöpfung ausschliessen, dabei aber an einer Antwort auf diese Frage von Seiten der Wissenschaft interessiert sind.
Wenn je eine Chance bestehen soll, dass die Religionen zurückgedrängt werden können, dann nur mit den Mitteln der Wissenschaft. Wie das möglich ist möchte ich mit meinem Vorschlag erläutern. Der Mensch will nicht nur wissen, wer er ist, sondern auch woher er kommt.
Wer das als Logiker verneint, spielt den Religionen in die Hände.

Die wahrscheinlich letzte kopernikanische Wende
Um nach dem Ursprung des Daseins zu forschen gibt es heute nur noch den Weg über die moderne Physik. Diese stellt mittlerweile die Mittel zur Verfügung, welche über die reine Materie hinaus Berechnungen ermöglichen. Eigentlich wäre dazu eine Umbenennung der Physik in Energik nötig, weil diese Wissenschaft mittlerweile nicht mehr bloss feste Körper beschreibt, sondern auch derer energetischer Ursprung. Aus diesen Mitteln habe ich eine These entwickelt. Sie beruht also rein auf dem, was heute physikalisch bekannt ist und verwendet dieses Wissen für eine, zweifellos vorläufig noch spekulative, Überlegung. Die Richtigkeit der Argumentationslogik dieser Überlegungen muss der Leser also selbst eruieren.
Mit dieser These lässt sich die wahrscheinlich letzte „kopernikanische“ Wende vollziehen. Diese kühne Behauptung wage ich, weil mit ihr etwas beschrieben wird, was das noch keine Theorie, welche den Standpunkt des Menschen im Universum relativierte, derart konsequent zustande brachte. Sie relativiert  nämlich dem Menschen einerseits seine vermeintlich bedeutende Rolle im Universum bis zur Unkenntlichkeit, zeigt aber, dass er selber aus dem besteht, was ihn endgültig vom Sockel seiner gefühlten Wichtigkeit stürzt. Wir Menschen sind also nicht nur ohne besonderen Status in der Natur, sondern sind zugleich selbst das, was uns bewirkt. Wir existieren als das, was ich das Omniversum nenne und sind dadurch dieses selbst in bestimmter energetischer Form. In uns schliesst sich also der Kreis, der im Omniversum  beginnt, aber auch endet. Als einziger Höhepunkt, den wir für uns ausmachen können, ist das Phänomen, dass wir es letztlich sind, die das Omniversum - also unseren Ursprung - selber erkennen können, was aber zugleich auch bedeutet, dass das Omniversum sich selbst, durch unsere Daseinform erkennen kann. Gerade das ermöglicht uns aber die Einsicht, dass wir selbst aus dem hervorgegangen sind, was die Vorbedingung  unseres Seins ist, nämlich Energie.
Warum ich die Behauptung wage, es sei die letzte kopernikanische Wende, beruht darauf, dass wir mit der uns zur Verfügung stehenden Logik z.B. kaum noch etwas nach dem, was ich als  Nichtraum bezeichne, oder dem Nichts, denken können. Auch können wir uns nichts anderes vorstellen als Räume, die durch Formen von Energie entstanden sind, welche eine Materialisierung, wie wir sie wahrnehmen, bewirkten, respektive bewirken. Wenn ich das trotzdem als bloss wahrscheinlich bezeichne so aus reiner Vorsicht, weil  wir ja nicht bis in die letzte Konsequenz sicher sein können, ob unser Denken wirklich in der Lage ist, alles was sein könnte, zu erfassen. Diese mögliche Einschränkung lässt sich aber nicht für eine allfällige Existenz von dahinter wirkenden Geister oder Götter missbrauchen, weil diese ja auch nichts anderes als Produkte unseres Denkens sind und somit nicht aus einer Logik stammen, die man hypothetisch noch als uns unbekannt, oder gar überlegen, postulieren kann.
In dieser These verlieren wir zwar vorerst unsere Orientierung, weil wir für die Identitätssuche nichts anderes mehr haben als das, was uns selbst bewirkt.  Wir können uns auch an nichts Aussenstehendes mehr wenden, um unsere Interesse geschützt zu bekommen. Die Bequemlichkeit, die uns die Unterscheidung in Materie und Geist als zwei getrennte Zustände bescherte, fällt dahin. Dafür erhalten wir die Gewissheit, dass wir im Prinzip unzerstörbar sind, weil wir nur die Zustandsform wechseln können, nicht aber unsere elementare Substanz. Die bleibt solange erhalten, wie Bewegung im Omniversum ist.
Da alles Energie ist, gehe ich davon aus, dass das, was wir beobachten können, Energie in verschiedenen Formen ist

Diese Darstellung der Natur ist aber nur der abstrakteste Überbau den man sich denken  kann. Ihre detaillierte Beschreibung ist natürlich komplizierter. Meine Absicht ist aber genau aus dem fast unübersichtlichen Feld von Koinzidenzen und derer Naturkonstanten, eine diskrete Herkunft zu finden. Und die ist auf ihrer abstraktesten Ebene denkbar einfach. Fast schon erschreckend einfach. Da aber bekanntlich die Forderung besteht dass einfache Gesetze, auch schöne Gesetze genannt, glaubwürdiger wirken, als komplizierte, gibt mir das den Mut diesen Vorschlag zu veröffentlichen.

Aus was besteht die Welt?
Meine wichtigste These lautet, dass alles, was existiert, aus Energie geworden ist.
Wenn wir akzeptieren, dass alles seinen Ursprung in der Energie hat, so haben wir kein gespaltenes Weltbild mehr. Wir brauchen z.B. die Welt nicht mehr in Materie und Geist zu trennen. Diese Überlegungen vertragen sich bestens mit dem, was die moderne Wissenschaft heute als gesichert erkennt. Wahrscheinlich ist diese Definition über den Ursprung des Daseins die letzte noch mögliche, die mit unserer Logik getan werden kann. Dabei meine ich nicht nur die rationalistische Logik, sondern auch jene Logik, die Eigenschaften, wie sie uns die quantenphysikalische Logik aufzwingt mit einbezieht. Hier geht es um die Synchronizitäten von natürlichen Prozessen, welche man bis dahin als getrennte Eigenschaften angesehen hat.
Diese These macht auch eine bewusste Instanz überflüssig, welche ursprünglich für die Entstehung der Welt  als verantwortlich gedacht wurde, weil selbst eine solche, würde es sie geben, aus Energie bestehen müsste. Sie kann folglich nicht als Ursprung von dem gelten, was wir als Natur wahrnehmen. Gehen wir vom energetischen Ursprung der Natur aus, so lassen sich problemlos Entstehungsmodelle entwickeln, welche einen Prozess beschreiben, welcher, völlig autonom, zu Entwicklungen führt, die auch Weltalle, wie wir eines bewohnen, bewirken können.

Wie lässt sich das begründen?
Heute ist es wohlbekannt und experimentell unzählige Male bewiesen, dass das was wir im subatomaren Bereich sehen, sich von dem Zustand, den wir als Materie bezeichnen, in den Zustand von Energie wandeln kann. Die Materie ist also nichts Stabiles oder gar selbstständiges, das mit dem energetischen Teil der Naturereignisse nichts zu tun hat. Im Gegenteil. Auch sie ist die Folge zusammengezogener Energie. Materie ist also aus derselben Substanz, die das bewirkt, was wir als Geist oder als geistig zu bezeichnen pflegen. Das was wir als Atom bezeichnen, was das Unteilbare bedeutet, ist also etwas, das sich in kurzer oder langer Zeit in Energie auflöst.
Das bedeutet auch, dass alle Variationen an Empfindungen nichts anderes sind als das, was wir als Energie bezeichnen. Es dürfte für den Leser wohl nicht schwierig sein, diese Tatsache an sich selbst zu empfinden.
Wir müssen die Definition des Begriffes Energie als blosse Folge von Interaktionen zwischen materiellen Zuständen erweitern, indem wir diesen auf seine eigentliche Bedeutung, nämlich als Dynamik, oder auch schlicht als Bewegung aller Vorgänge in der Natur, verstehen.

Woher kommt es, dass sich Energie zu Materie zusammenzieht?
Viele eruierte Prozesse zeigen, dass der Prozess der Materialisierung über sich speisende Felder geschieht.
Anfänglich sind es im Vakuum entstehende virtuelle Teilchen, denen eine bestimmte Ladungsmasse fehlt, um sich zu stabilisieren.  Es gibt mathematisch sehr glaubwürdige Hinweise, dass die Materialisierung in unserem Weltall über energetische Felder geschieht. Bis jetzt fehlt aber nur noch der experimentelle Beweis dazu, dass sich virtuelle Teilchen über ein sogenanntes Higgsfeld materialisieren. Dieser offene, noch nicht bestätigte Beweis lässt sich in wenigen Jahren erbringen, sollte die Theorie richtig sein. Sie ist gegenwärtig Gegenstand der Versuche im CERN in Genf.

Woher kommen die energetischen Felder, die sich materialisieren?
Im heutigen Zustand sind die Materialisierungen hauptsächlich die Folge der Abkühlung des Weltalls. Nach der heute vorherrschenden Lehrmeinung entstand unser Weltall durch die explosionsartige Ausdehnung einer sogenannten Singularität. Die sich immer weiter ausbreitende Energie war reine Strahlung, welche immer mehr abkühlte. Dabei setzte der Prozess von dem ein, was wir als Materialisierung bezeichnen können. Das Medium zur Erreichung eines solchen Zustandes bleibt aber nach wie vor die Energie.

Woher kommt aber das, was wir Singularität nennen?
Die Singularität ist die Folge einer sich bis zu einem kritischen Punkt zusammenziehende Energie. Selbst neuere Theorien mit einem nicht unbedingt explodierenden Urzustand würden die Tatsache, dass auch dieser energetischen Ursprungs ist, nicht aufheben. Denn auch solche Theorien beruhen auf energetischen Wellenfunktionen. Es ist also rein aus dieser Tatsache heraus praktisch erwiesen, dass alles energetischen Ursprungs sein muss. Das gilt für das ganze von uns wahrgenommene Weltall, inklusive Leben und Bewusstsein.

Woher kommt diese Energie?
Eine Singularität muss sich in einem Medium entwickeln. Dieses Medium nenne ich Omniversum. Im Unterschied zum Begriff Universum umfasst und beinhaltet diese Definition alles. Unser Weltall befindet sich also in einem Omniversum.
In diesem Omniversum ziehen sich Energien zusammen oder dehnen sich aus. So kommt es unter bestimmten Konstellationen zu Singularitäten, die, wenn sie inflationär werden, Weltalle erzeugen. Solche Weltalle müssen nicht alle die gleichen Eigenschaften haben, welche wir bei unserem beobachten.
Die Energien selbst entstehen in dem, was ich als Nichtraum bezeichne. Dieser Nichtraum ist einfach dort, wo sich nichts ereignet. Er ist folglich dimensionslos, weil es da keine Eigenschaften und Begrifflichkeiten mehr gibt. Er hat aber trotzdem die Eigenschaft energetische Fluktuationen zu erzeugen. Das geschieht  möglicherweise Aufgrund der Spannung, die ich als kinetisch und potenziell zugleich definiere. Dass es das in der Natur geben kann, ist selbst in unserem Weltall auszumachen. Denn auch hier entstehen Fluktuationen in einem Vakuum. Den Zustand des Nichtraumes möchte ich aber nicht als Vakuum definieren, weil er ja nicht in einem ihn umfassenden Medium ist. Er  würde quasi selbst alles umfassen, wenn man eine solche Definition dazu überhaupt noch verwenden kann. Eher würde ich sagen, er ist zugleich alles und nichts. Immer, wenn im Nichtraum etwas geschieht, hebt es ihn in dieser Region auf. Verschwinden die Energien wieder, so entsteht dort wieder Nichtraum. Er ist nicht lokal, aber auch nicht überall. Er ist nur dort, wo es keine Bewegung, also Energie gibt. Wo Nichtraum ist entscheidet sich also anhand der Abwesenheit von Energie. Denn, wo Energie ist, ist auch gleich Raum und Zeit, somit kein Nichtraum mehr. Selbst unsere Gedanken an den Nichtraum heben ihn um die Qualität eines solchen auf.

Warum gibt es Naturgesetze?
Wenn wir von unserem Standpunkt aus die Welt betrachten, so erkennen wir, dass die Natur aus lauter energetischen Verhältnissen besteht, den Naturgesetzen. Beginnen wir jedoch dort, wo sich die Bedingungen für ein solches Weltall, wie wir es kennen erst entwickeln, erscheint uns vieles als Zufall. Nur durch die Tatsache, dass sich das zusammenschloss, was der Physiker Hans Peter Dürr als Möglichkeitswellen bezeichnete, wurden physikalische Verhältnisse möglich, die wir im Nachhinein als Naturgesetze erkennen. Die Realität ist also die, dass vorerst riesige dynamische Prozesse Möglichkeiten aufbauen, welche beim  potenziellen Zusammentreffen Gesetzmässigkeiten ergeben können.

Hat da eine Gottheit noch Platz?
Weil die physikalische Evolution ganz alleine durch das, was wir Naturgesetze nennen, bewirkt wird, kann auf einen Gott bei dieser Theorie verzichtet werden. Es braucht ihn also überhaupt nicht. Mit letzter objektiver Konsequenz ist es aber selbst mit dieser Theorie nicht möglich eine bewusste Schöpfergestalt ganz auszuschliessen, weil eine solche immer noch durch die Okkupation von sämtlichen Energien im Omniversum entstehen könnte, um mit diesen das zu machen, was die Natur ohnehin schon tut: Weltalle erschaffen. Es ist also denkbar, dass sich Energien so zusammengezogen haben könnten, dass daraus eine bewusste Schöpfergestalt entstand. Es wäre so in etwa der unbewegte Beweger von Aristoteles. Das würde aber zur Annahme führen, dass eine solche energetische Personifizierung, die ja auch noch Bewusstsein erlangen muss, auch mit weniger verdichteten energetischen Prozessen möglich wäre, als diejenigen, die wir für eine solche Eigenschaft kennen. Selbst, wenn es so wäre, diese Gottheit würde trotzdem selbst aus nichts anderem als Energie bestehen, und wäre somit eine Sekundärerscheinung des Naturgeschehens. Dieses Wesen wäre also nicht die Ursache, sondern bereits eine Folge der ursprünglichen Prozesse im Nichtraum.
Die Alternative zu einer natürlich entstandenen Welt ist die Vorstellung einer bewussten Gottheit, die das alles erschaffen hat. Wäre aber meine Theorie in sich stimmig, so könnte die Existenz eines Gottes endlich plausibel widerlegt werden. Die Wissenschaft hätte so, in der Fortsetzung ihrer bisherigen Thesen, ihre Aufgabe vollendet. In sich ist die vorliegende Theorie jedenfalls schlüssiger, als diejenige einer Schöpfung durch einen Gott, weil sie nahtlos begründet werden könnte. Sie lässt sich mit den unserer Logik zugänglichen physikalischen Daten problemlos verifizieren. Die Wissenschaftler könnten also in ihr eine unserer Logik entsprechende Antwort finden. Insbesondere auch deshalb, weil diese These die Synchronizität von dem beinhaltet, was wir als rational und irrational bezeichnen, weil beides Zustände von Energie sind und so eine schlüssige Logik entsteht. Es geht hier nicht um endgültige Beweise, sondern um das Entwickeln von in höchstem Masse glaubwürdiger Erkenntnis, welche, durch die Verifizierung und Falsifizierung, erreicht würde. (Hier weise ich darauf hin, dass es auch keine endgültige Beweisführung bezüglich einer existierenden Gottheit oder eines solchen Geistes geben kann.)

Gewisse Wissenschaftler und die Gottesfrage
Die heutige Physik ist also im Prinzip in der Lage eine ihren Kriterien entsprechende Theorie vom Ursprung der Natur zu entwickeln.
Stattdessen versuchen immer mehr Physiker mit einer theistischen Erklärung den Erkenntnisprozess abzukürzen. Es ist doch einigermassen erstaunlich wie Wissenschaftler, die sich der Emiprik verpflichtet haben, plötzlich die noch nicht gänzlich determinierbaren Teile der Natur dadurch erklären wollen, dass da ein Gott im Spiel sein soll. Also ein bewusster Plan impliziert wird. Das ist ganz im Geiste der gegenwärtigen katholischen Zielstrebung. Anstatt weiterhin mit den Kriterien der Wissenschaft weiter zu forschen, gleiten sie gedanklich in völlig kurzgeschlossene Überlegungen ab. Komischerweise werden sie dagegen nicht müde, z.B. die Thesen, die über die Prozesse vor die Entstehung einer Singularität hinausgehen, als Spekulation abzutun, im Gegensatz dazu aber einen Gott wie selbstverständlich postulieren. Wo ist da noch forschende Evidenz auszumachen? Nur schon die Erwägung, dass hier ein Gott im Spiel sein könnte, ist ein voreiliger irrationaler Fluchtversuch, wahrscheinlich Aufgrund des Unvermögens von ihnen, räumlich erweiterte Erkenntnis zu  entwickeln. Das ist völlig unverständlich und psychologisch schwer nachvollziehbar. Wenn schon spekulativ weiter gedacht werden muss, so ist es logisch nicht mehr nachzuvollziehen, warum diese Forscher nicht den naturwissenschaftlichen Weg weitergehen, dafür aber die wohl für die Forschung dümmste Erklärungsvariante wählen. Denn, das verrückte daran ist, dass sie sich damit jeglicher Möglichkeit zur Erkenntniserweiterung berauben. Paradoxerweise befinden sie sich dadurch im gleichen Konsens wie die logische Empirik. Denn auch diese ignoriert spekulative Thesen. Es scheint offenbar gedanklich bequemer zu sein, sich einen bewussten Schöpfer der Natur vorzustellen, anstatt Spekulationen anzustellen die, sollten diese erfolgreich sein, bestimmt eine Erweiterung unseres Wissens bringen würden. Die Schlussfolgerung eines Gottes als Ursache ist das Ende der Forschung und bestimmte religiöse Strömungen können getrost ihr mit Wahrnehmungsignoranz betriebenes Unwesen weitertreiben.
Das heisst aber nicht, dass jemand, der sich einen Gott denken will, das nicht darf. Einen Gott als Ursache des Daseins anzunehmen impliziert jedoch immer, dass eine bewusste Kraft dahinter stecken soll. Daran führen auch die vielen theologischen Ablenkungsversuche bezüglich der Interpretation einer Gottheit, die oft bis zur Unkenntlichkeit einer solchen sich steigern, nicht  vorbei. Wenn jemand die hier vorgebrachte Ursächlichkeit  eines Solchen akzeptiert, ist da nichts einzuwenden. Denn so widerspricht eine solche Deutung nicht gegen die Gesetze der Energie. Die Frage ist bloss, ob ein solcher Umweg sinnvoll ist und dem menschlichen Verstande würdig.

Das Bewusstsein als Ursache
Es lässt sich sehr wohl begründen, das Bewusstsein als Ursache allen Seins zu sehen. Diese Sicht schildert damit das, was natürlich offensichtlich ist, nämlich, dass die bewusste Realität der Natur abhängig ist von der gemachten Wahrnehmung und derer Interpretation. Das beschreibt aber bloss den anthroposophischen Aspekt des Sachverhaltes. Zudem erhält das Ganze einen esoterischen Anstrich, weil dadurch wieder auf einen Geist, damit letztlich auf Gottheiten geschlossen werden kann.
Geht man aber davon aus, dass die Ursache Energie ist, so hat man vorerst kein eigentliches Bewusstsein. Erst durch das Erscheinen eines durch die energetische Evolution sich entwickeltes Wesen wie der Mensch ist in der Lage, Bewusstsein zu entwickeln und, wie an anderer Stelle beschrieben, die Ursache seines Seins bewusst zu erkennen. Das kann natürlich zweifach verwirren. Einerseits ist diese Tatsache eben bei nicht genauem Hinschauen so, dass man meint alles bestehe nur, weil der Mensch das bewusst realisiert. Andererseits ist es ziemlich schwierig mit der Frage umzugehen, hat jetzt die Energie einen Plan oder geschieht alles mehr oder weniger spontan. Für mich ist es klar, dass die Entwicklung der Natur nie die Absicht hatte in irgendeiner Weise Bewusstsein zu schaffen. Da aber die naturgesetzlichen Bedingungen ein Bewusstsein ermöglichten, kann man reziprok feststellen, dass eben genau das, aus diesen Gründen, in der Natur möglich ist.

Ist eine bessere Welt möglich?
Mit einer besseren Welt ist eigentlich immer gemeint, ob sie leidensfrei und, ob sie frei von Ungerechtigkeiten sein könnte.
Die Antwort darauf ist: Bezogen auf das von Menschen angerichtete Leid und Ungerechtigkeit, wäre ein klares JA. Bezogen auf die Ereignisse der Natur ist das unmöglich, weil diese ständig in einem Wandlungsprozess ist und so durch sie Ereignisse stattfinden, welche oft auf das, in dem Moment bestehenden Leben vernichtend einwirkt, oder diese natürlichen Wandlungen zum mindesten gerade nicht passend sind.
Mit den vorhandenen Naturgesetzen und dem, was sie bisher bewirkten, ist eine bessere Welt ist also grundsätzlich nicht möglich. Aber, nur weil das nicht möglich ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie durch bewusste Steuerung diesen Daseinsstand erlangte. Dass also eine Gottheit dahinter stecken muss. Diese aus den Naturgesetzen entstandene Vielfalt an Möglichkeiten und derer Zusammenhänge deutet eher auf eine gewachsene Struktur hin, denn auf eine punktuell entstandene Welt. Denn wozu müssten vorerst Dinosaurier leben, wenn es ja, nach den Religionen nur um den Menschen geht, weil ja nur er eine Seele hat und in das Himmelreich kommen soll? Oder hatte Gott schon bei der Schöpfung die Absicht Autos erfinden zu lassen, die dann mit den verwesten Urtieren betrieben werden können?
Der jetzige Befund ist, dass der vorliegende Zustand der beste ist, den die Natur bisher zu entwickeln in der Lage ist, inklusive dem menschlichen Unsinn.

Ist das nicht bloss Spekulation?
Hypothesen sind immer der Antrieb der Wissenschaft. Durch sie werden weitere Vertiefungen erst möglich, wenn sie diesen Anreiz bewirken.
Eine Schlussfolgerung, dass das ganze Naturgeschehen in einem Nichtraum sich ereignet, welcher durch Fluktuationen Energien freisetzt, kann schon vorerst als spekulativ angesehen werden. Diese Theorie liesse sich aber mit den von uns erreichten wissenschaftlich Erkenntnissen über die Natur verifizieren. Sie hat jedenfalls die höhere Plausibilität als etwa eine Theorie, die mit einer bewussten Schöpfung durch einen Gott, der mit dem Prädikat des schon ewigen Vorhandenseins eines, an eine Persönlichkeit erinnerndes, bewusstes Wesens begründet werden muss, aber nicht die gleichwertige Erklärungsmöglichkeiten dazu hat, wie sie meine These enthält. Die Energie als Ursache allen Seins ist eine These, bei der es sich meiner Meinung nach lohnen würde, sie wissenschaftlich, insbesondere mathematisch, zu verfolgen. Natürlich fehlt auch hier die Möglichkeit zu einer absoluten Beweisbarkeit insbesondere, wenn man an Gödels Unvollständigkeitssatz denkt.
Praktisch alle Erkenntnisse sind anfänglich Hypothesen, somit in dieser Phase Spekulation. Selbst das, was wir heute als selbstverständliches Wissen wahrnehmen, bedurfte einst der Intuition von Individuen, was leider nur zu gerne verdrängt wird von denen, die glauben, dass das, was wir heute über die Erschaffung der Natur wissen, die Folge rationaler Entwicklung sei. Unsere Erkenntnis basiert immer zuerst auf einer Intuition. Gegen dieses Prinzip können selbst logische Empiriker nichts machen.
Die Menschheit als Ganzes will nun einmal mehr wissen, als bloss das, was die Anwendungswissenschaft hervorbringt. Sie will schlicht wissen wo der Ursprung zum Dasein sich befindet. Und da kann auch eine These etwas dazu beitragen, die möglicherweise spekulativ ist oder, im günstigeren Falle, durch Korrekturen ergänzt werden muss.

Historisches
Ich möchte insbesondere daran erinnern, dass die heute auftretenden Überlegungen zu diesem Thema keine Neuheit sind, sondern historisch immer wieder gedacht wurden. Das Problem der früheren Philosophen war aber, dass ihnen die Mittel zur Beweisführung fehlten. Das ist ja das, was nebenbei auch noch die Frage nach dem Sinn moderner Forschung beantwortet. Es ist für unser Realitätsverständnis völlig ungenügend, wenn eine These bloss im Raume steht und nicht durch irgendwelche Medien bewiesen werden kann. So nützte es z.B. Parmenides nichts zu behaupten die Welt könne sich nicht bewegen. Man könne also nirgends hingehen. Auch Buddhas Erkenntnis, dass das, was wir wahrnehmen, von uns völlig illusionistisch interpretiert wird, ist ohne experimentelle Beweisführung ein Glaube. Das sieht man ja an den Antithesen, die nicht minder auf dem Niveau von Vermutungen blieben.
Erst durch die moderne Physik, die ihren Anfang mit Max Plancks Definition der Wärmestrahlung als Quanten  auslöste, ergab in der Folge die Möglichkeit die historischen Aussagen experimentell zu prüfen. Das eröffnete in der Folge eine physikalische Weltsicht, die ein ganzheitlicheres Bild von der Natur und der Rolle des Menschen darin, als beweisbarer ermöglicht.

Praktische Folgen dieser These
Religion:
Jede Religion hat ihre energetische Form, behauptet aber, dass ein bewusstes Wesen die Ursache der Schöpfung ist. Nach meiner These wäre ein bewusstes Wesen die Folge von energetischen Interaktionen und nicht die Ursache von sich selbst. Dadurch ist jede Religion ursächlich auf dem gleichen Niveau, nämlich als Folge und nicht als Ursache energetischer Abläufe. Sie wären dann Interpretationen dieser energetischen Tatsache und bräuchten somit keine Kämpfe um die unumstössliche Wahrheit mehr zu führen. Der gemeinsame Nenner wäre dann die Energie und die Religionen wären Formen davon.

Individuelle Vorstellungen:
Jeder Mensch hat individuelle Vorstellungen über seine Erlebnisse. Es gibt also diesbezüglich keine unumstössliche Wahrheit. Die einzige Orientierung, was Realität ist und was nicht, kann der Einzelne im Vergleich mit gesellschaftlichen Realitätswahrnehmungen machen. Das braucht ihn aber nicht daran zu hindern, trotzdem auf seiner eigenen Wahrnehmung zu bestehen. Mit der Annahme der Energie als Ursache allen Seins, ist seine Auffassung nichts anderes als eine Form der energetischen Dynamik. Das hat er gemeinsam mit den anderen Individuen die auch nichts anderes als das als Orientierung haben. Das hat die Konsequenz, dass niemand mehr den andern für einen Spinner zu halten braucht, wenn dieser etwas exklusive Ansichten hat, sondern, er ist eine Form der energetischen Möglichkeiten mit eigener Energieform.
Hätten alle Individuen diese Einstellung, so könnte das der Achtung des Anderen sehr zu Hilfe kommen, weil so alle die Energie wirken sehen würden und die Form als Möglichkeit akzeptierten. Das würde nicht verhindern, bestimmte Wahrnehmungskriterien als eher realistischer zu bezeichnen.
Jede Aussage wäre so, als integrativer Bestandteil des Omniversums, als energetisches Ereignis als real zu nehmen.
Das heisst, sie ist für diejenigen, die das so wahrnehmen als real. Wer das nicht so wahrnimmt hat das vorerst einmal zu respektieren.

Sozial:
Niemand müsste wegen seiner Ansichten mehr befürchten, dass er mit physischer, als auch psychischer Vernichtung rechnen muss, weil ja ein verbindender Teil jeden mit jedem verkoppeln würde, nämlich der Tatsache, dass im Kern die Energie es ist, die in verschiedener Form sich manifestiert, also alle aus der gleichen Quelle schöpften und dieser Tatsache nicht entrinnen könnten. Hedonistische Genüsse müssten nicht mehr mit der Gier nach immer weiter gesteigerter Erfüllung betrieben werden, weil es ja keine grössere Steigerung als die der Energie gibt. So würde z.B. auch die Gier nach noch mehr Geld zur Phrase werden, weil das keine Qualitätssteigerung mehr darstellen kann,  weil sie irgendwelche Chance als Gewinner mittels Wechsels in eine existenzielle Hervorgehobenheit, dazustehen illusorisch macht.

Ist das nicht eine zu emotionslose Welt?
Auf den ersten Blick kann eine solche Darstellung der Natur sehr emotionslos wirken. Alles ist nur noch ein Faktor; und erst noch einer aus der Physik. Einerseits möchte ich hier daran erinnern, dass aufgrund der Entwicklung der Physik diese Bezeichnung abgelöst werden sollte vom Begriff „Energik“, weil ja auch die Materie Energie ist. Andererseits beschreibt der Begriff Energie ja Bewegungszustände, was mit dem zu tun haben kann, was wir an Gefühlen erleben.
Beobachten wir nun die Natur als ganzes durch diese Definition, so ist alles, was wir sehen, durch energetische Zusammengezogenheiten entstanden. Etwas Phänomenaleres ist kaum zu denken. Deshalb wollen wir das ja auch einem fiktiven Künstler zuschreiben, weil wir uns normalerweise nicht vorstellen können, dass so etwas von selbst passieren kann.
Aber gerade das Entdecken der Tatsache, dass die Natur sich selbst erschaffen hat, ist ein Ereignis das nur in höchster Bewunderung und Freude sich niederschlagen kann, vorausgesetzt, der Beobachter erkennt das Phänomen der energetischen Prozesse dahinter und will nicht wieder Materie und irgendetwas Geistiges darin sehen. Ich glaube, dass es viel ergreifender ist zu sehen,  was Energie in zusammengezogener Form sein kann, als wenn ich für die Schaffung dieser Vielfalt einen bewussten Schöpfer annehme. Denn gerade die Vielfalt der Geschöpfe ist doch eher denkbar durch energetische Interaktionen, als wenn da jemand einen Klumpen Ton nimmt und dann, offenbar völlig ausgelassen eine solche unsinnige Vielfalt an Kreaturen erschafft. Denn diese Vielfalt erinnert eher an ein Experimentieren, als an einen bewussten Schöpfungsakt. Und gerade darin ist ja die Ergriffenheit zu spüren, weil jedes geschaffene Geschöpf, dank selbstorganisatorischen Prozessen, für sich eine grossartige Einzelleistung ist, nicht selten verbunden mit einer Kette, welche das Überleben aller Geschöpfe ermöglicht. So etwas kann nur Schritt für Schritt entstehen und nicht aus den Spielereien eines diffusen bewussten Geschöpfes hervorgehen. Ein solcher Prozess ist nicht Programm einer Bewusstheit
Der Leser oder die Leserin mache doch den Versuch, einmal eine Blume oder einen Menschen als energetische Konstellation zu sehen und dabei an die Bewegung denken die es bedurfte, um so etwas entstehen zu lassen. So erhält  er oder sie von selbst  Antwort darauf, wo da Emotionalität auszumachen ist.

Was sagen Sie dazu? > Kommentar schreiben und schicken

Bern, 15. März 2010
Roset

Literaturnachweis:
Ich habe von folgenden Physikern Publikationen gelesen:
Steven Weinberg, Sheldon Glasow, Carlo Rubbia, Leon M.  Lederman, Hans Peter Dürr, Werner Heisenberg, Frank Close, Frank Grotelüscher, Henning Genz, Harald Fritzsch, Richard Feynman, John Gribbin, Martin Bojowald, Fritjof Capra, Hugh Everett, John D. Barrow, Amut Gosawani, John Briggs, Danich Peat van Ekeland, Karl Friedrich von Weizäcker, Marie Curie, Frederik Soddy, Murray Gell Mann, Anton Zeilinger, Michael Talbot, Paul Davies, John Gribbin, David Bohm, Fred Alois Wolf, Ervin Lazlo, Roger Penrose, David Lindley, Julien R. Brown etc.

 

Die Lichtgestalten von Gerhard Hug

Der Künstler Gerhard Hug hat für mich ein Werk geschaffen, das wie kein anderes dasjenige bildlich zeigt, was man unter energetischer Zusammengezogenheit meint. Seine projizierten Bilder zeigen in erster Linie, aufgrund des gewählten Mediums, nämlich eines Projektors von Licht, das, was dabei erwartungsgemäss heraus kommen muss: gebündeltes Licht. Dieses Licht zeigt uns aber weder eine abgelichtete Situation, noch irgendein abstraktes Gebilde, das mit Licht etwas konstruiert, das wir aus den klassischen Künsten schon kennen. Bis jetzt machte ich die Erfahrung, dass die künstlerischen Produkte, welche sich der Elektronik bedienen, wie z.B. Videos oder Projektoren, das fortsetzen, was wir von der klassischen Kunst schon kennen, mit dem Unterschied, das es sich halt jetzt elektronisch bewegt oder elektronisch umgesetzt darstellt. Es ist also keine wirklich neue Information. Alter Wein in neuen Schläuchen eben. Nur dass hier der alte Wein schon ziemlich geebnet riecht.
Gerhard Hug bedient sich nun dieser modernen Mittel und macht das, was eigentlich ein Grundsatz des künstlerischen Schaffens ist, dass zwar die oder das Mittel, das man zur Umsetzung des Werkes wählt, frei ist, dass dieses Mittel aber das einzig Mögliche bleiben muss. Insbesondere, dass dieses Mittel in einem logischen Zusammenhang, als Träger der Aussage, Bestandteil dieser Aussage selbst ist. Es soll also nicht so sein, dass der spätere Betrachter zwar etwas vorgesetzt bekommt, das sicherlich interessant sein kann, aber die Notwendigkeit, dass man das Werk ausgerechnet mit diesen Medien gemacht hat, nicht erfüllt. Es könnte durchaus auch mit etwas anderem gemacht werden, ohne die Aussage zu schmälern. Die elektronisch umgesetzten Werke haben mich bis jetzt zwar sicherlich berührt auch als hübsch, vielleicht ironisch etc., aber nie sah ich, dass die Anwendung dieser Technik für die Aussage die einzige Möglichkeit ist.
Bei seinen Werken geschieht nun eben gerade diese notwendige Sychronizität. Seine Arbeiten erfordern das Medium Licht, weil seine Themen nicht anders darstellbar sind. Lichtfiguren kann man nur mit Licht darstellen. Und das, was ich zusätzlich darin noch sehe, nämlich, dass diese Bilder optisch vorführen wie energetische Zusammengezogenheit aussieht, schon gar nicht. Deshalb hänge ich diese erfreuliche Tatsache an meine Energietheorie, weil so das sinnlich erfasst werden kann, was ich mitteilen möchte.

mehr zu Hug

 

Erweiterte Gedankengänge

Energietheorie
eine andere Wahrnehmung des Universums
Was, wenn nicht ein Gott
Roset

Einleitung Energietheorie
Der nachfolgende Aufsatz basiert auf gesicherten, experimentell fundierten Erkenntnissen der Quantenmechanik und der Relativitätstheorie. Deshalb ist es mittlerweile müssig, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse als nicht gesichert zu verwerfen, es sei denn, man lehne die Kriterien der empirischen Wahrnehmung der Natur generell ab. Für beide wissenschaftlichen Thesen gelten nämlich die gleichen Kriterien wie für alle in der klassischen Physik gemachten Experimente: Sie werden Aufgrund von Einwänden falsifiziert und verifiziert. Wer also die Resultate der modernen Physik als nicht relevant bezeichnet, begibt sich in die Nähe dogmatischer Weltsichten. Dass natürlich immer ein Rest von nicht Beweisbarem übrig bleibt betrifft sämtliche Sparten der Erkenntnis.
Aus diesen fundierten Erkenntnissen versuche ich nun, grösstmöglich der Logik folgend,  hypothetische Schlüsse auf den Ursprung des Daseins zu schliessen. Also nichts weniger, als die Suche nach der Wahrheit über die Herkunft unsere Existenz. Auch bekannt als „TOE“, also „Theorie Of Everythings“. (Damit ist aber nicht die Theorie gemeint, die die elektromagnetischen Kräfte mit der Gravitation verbinden will.) Das klingt natürlich überheblich. Gemeint ist, damit kundzutun, dass ich lediglich das, was historisch der eigentliche Sinn der Forschung ist, weiter betreibe, im Wissen des möglichen Scheiterns einer solchen Absicht. Dabei spielt die Frage, ob ein bewusstes Schöpferwesen Ursache ist, mit zur Klärung der Wahrheit.
Wir müssen aber nicht wegen der heute aufkommenden Zweifel, ob das Finden der Wahrheit überhaupt möglich ist, uns in Effizienz, d.h. in Kriterien der Brauchbarkeit als einzigen Massstab für Forschung, verrennen. Auch steht uns vorläufig zur Wahrnehmung der Natur keine andere Logik zur Verfügung, als diejenige, die wir in der Lage sind anzuwenden. Wenn wir uns also auf ein Realitätsverständnis einigen wollen, bleibt uns nur das, was Menschen in der Lage sind, als logisch zu definieren. Ich baue meine Überlegung so gut wie möglich mit der westlichen Logik auf, also der empirischen Interpretation der Naturerkenntnisse. Andere Definitionen der Natur definiere ich zwar als mögliche Deutungen, sie sind aber Folgedeutungen von der hier vorgeschlagenen Theorie. Das tönt zugegebenermassen nach dogmatischer Interpretation eines Glaubens, ist aber möglicherweise fundierter als dieser. Das muss der Leser letztlich am Ende selber entscheiden.

Was zeichnet eine „Theorie von Allem“ aus?
Will eine Aussage alles abdecken, was die Verhältnisse im Omniversum ausmachen, so muss sie insbesondere die Bedingung erfüllen, dass nichts mehr über sie hinaus gedacht werden kann, also vorstellbar ist, oder gar noch gemessen werden kann; also noch als möglich erscheint.
Bezogen auf meine Theorie des Nichtraums hiesse das, dass, wenn jemand den Versuch unternimmt  noch etwas dieser Vorgängiges implizieren zu wollen, dabei der Nichtraum zwar für die Dimension dieser Hypothese sich aufhebt, er jedoch dadurch nur um die Qualität des Gedankens verschoben wird. Denn hinter dem Gedachten ist wieder der Nichtraum. Damit bleibt alles bestehen wie es anfänglich ist, weil der Nichtraum durch den Gedanken zwar verschoben wird, nicht aber als ursächlicher Zustand aufgehoben werden kann.
Es ist dem Einzelnen überlassen, was er von dieser Darstellung der Natur hält. Es ist sogar so, dass er z.B. weiterhin eine Seele annehmen kann, er kann einen Geist in das Wirken der Natur hineininterpretieren, ja, er kann eine Gottheit als Schöpfer annehmen. Was aber nicht gelingt ist, die genannten Annahmen als Ursache unseres Daseins zu sehen, oder gar als Allmacht. Denn diese selbst sind, vorweggenommen, aus dem Medium, das ich nachfolgend beschreibe: aus Energie.
Mein Anliegen ist es, ein Mittels der Empirik herausgearbeitetes Bild vorzuschlagen, nämlich, dass die Natur Aufgrund der in ihr wirkenden Kräfte - also Energie in unzähligen Formen - sich selbst zu dem ordnen kann, was wir als Natur und derer Gesetze wahrnehmen können, also dazu kein Schöpfer vorzeitlich nötig ist.

Was ermöglicht heute eine Erweiterung der Erkenntnis?
Erkenntnis basiert auf von bewussten Wesen gemachten Beobachtungen. Dabei kann die Methodik verschieden sein, mit verschiedenen Qualitäten der Schlussfolgerungen daraus. Es können individuelle Interpretationen gemacht werden, aber auch solche, die zwar kollektiv sind, jedoch nur auf individuell gleicher Erfahrung beruhen, ohne physikalische Experimente. Als am glaubwürdigsten gelten jedoch diejenigen Wahrnehmungen, welche in der Lage sind, Interpretationen Aufgrund von wiederholbaren Prozessen, also dem Experiment, zu ermöglichen. Diese sind objektiverweise abhängig davon, ob die gewählten Attraktoren des Experimentes als genügend Aussagekräftig betrachtet werden oder nicht. Immerhin kann davon ausgegangen werden, dass die wissenschaftlichen Aussagen für einen grösseren Teil der Gesellschaft als relevant angesehen wird, also als Mittel zur Interpretation der Realität dient. Das ermöglicht einerseits den Dialog über das, was als Realität angesehen werden kann und andererseits ist es ein probates Mittel der Politik aus diesen Erkenntnissen Entscheide zu treffen, die mindestens für jedermann auf der Basis von einsichtbaren Realitätswahrnehmungen beruhen und so  mehr oder weniger individuelle Glaubenssätze an der Machtausübung verhindern. Wird dieses System der empirischen Orientierung von einem Staat verlassen, können Gruppen mit ihren subjektiven Interpretationen, welche jeglicher Prüfungsmöglichkeit entbehren, ganze Völkerschaften tyrannisieren. Deshalb ist die sogenannt westliche Wissenschaft vorläufig die einzige, die eine für alle nachprüfbare Ebene der Realität anbieten kann und so einen relativ einleuchtenden Entscheidungsmassstab liefern kann.
Die heutige Erweiterung der Erkenntnis beruht auf den Schlüssen, die von der Quantenphysik und der Relativitätstheorie hergeleitet werden können. Sie besagen im Wesentlichen, dass es keine Dualität zwischen Energie und Materie gibt, sondern beides dasselbe in verschiedenen Zuständen, Materie also eine Art gefrorene Energie ist. Als Ursache allen Seins ist also die Energie zu bezeichnen. Diese Erkenntnis wird schon beinahe ein Jahrhundert lang als strenge statistische, wie experimentell verifizierte Wissenschaft betrieben. Die philosophischen Konsequenzen daraus scheuen empirische Wissenschaftler, die ihr Image nicht gefährden wollen, wie der Teufel das Weihwasser. Nur einige Nobelpreisträger wagten philosophische Schlüsse zu äussern, weil  sie Kraft ihrer Autorität  keinen Imageverlust mehr befürchten mussten.
Fritjof Capra wagte als erster mit seinem Buch „Das Tao der Physik“ eine Vertiefung der Zusammenhänge der Erkenntnisse der Quantenphysik und den Aussagen Buddhas. Im wesentlichen ist es nichts harmloseres als die Feststellung, dass unsere Wahrnehmung der Welt weitestgehend  illusorisch ist, d.h. dass sie ursächlich nicht derart konstant, wie wir sie wahrnehmen.
Ein weiterer Physiker, der sich schon früh um die Konsequenzen der Quantenphysik Gedanken machte, ist Hans Peter Dürr. Er führte den Begriff der Möglichkeitswellen ein, der weit über die unmittelbare Mikrowelt hinaus anwendbar ist, wie weiter unten beschrieben wird. Er macht auch darauf aufmerksam, dass der heutige Wissenschaftsbetrieb, mit der auf Anwendbarkeit gerichteten Praxis, die Gesamtzusammenhänge zu verlieren droht. 
So begnügen sich die Quantenphysiker mit mathematischen Statistiken und der Hoffnung auf neue Ereignisse im CERN und anderswo. Der Ursprung unseres Weltalls wird auf die Singularität als Vorbedingung zum Urknall definiert und weil von da an keine mathematischen Berechnungen mehr gemacht werden können, erklären sie die Vorgeschichte zur Singularität als nicht weiter relevant. Auch die Stringstheorie beschränkt sich streng auf das von uns wahrnehmbare Weltall, also dem Zustand, den wir feststellen können.
Anders dachten die Physiker Hugh Everett und Andrej Linde und andere über die Frage, was vor der Singularität sein könnte. Denn die Singularität wird ja als unendliche, zu einem Punkt verdichtete, Energie beschrieben. Folglich muss diese Energie sich ja von irgendwoher verdichtet haben. Das führt zur sogenannten Viele Welten Theorie, welche besagt, dass in einem eigentlichen Omniversum unzählige Weltalle, wie wir sie kennen existieren müssen.
Was ich aber bis jetzt darüber geschildert sah, hat wiederum mit einer kompakten Energiekonzentration zu tun, in derer Geografie unzählige Weltalle entstehen können. Es handelt sich wiederum meistens um die Schilderung eines lokalen Ereignisses, anstatt um eine Darstellung, welche das ganze Omniversum betrifft. Als Omniversum bezeichne ich den Zustand, welcher als alles umfassender Raum, Weltalle wie wir sie kennen beinhaltet.
Erst neuerdings nehmen Physiker das Thema, welches sich der Fragen vor dem Urknall, respektive dem der Singularität vorangehenden annimmt, auf. Leider kommt nun aber wieder die Unsitte auf, dass einige Wissenschaftler erneut einen Gott mit einbeziehen wollen, was sofort deutlich macht, wie heikel dieses Feld ist, welches zugegebenermassen ohnehin letztendlich in Spekulationen endet.
Zugegeben, im nachfolgenden Text bewege ich mich auch im Bereich der Beliebigkeiten und kann nur hoffen, dass durch meine Einhaltung einer, an der Empirik sich orientierenden Logik, die Überlegungen einleuchten und damit zur Weiterforschung am Produkt dieser Gedanken führen. Auf diesem Niveau ist wahrscheinlich nur noch eine höchst glaubwürdige Beweisbarkeit möglich. Das heisst: nur dadurch, dass es einer Mehrheit von Individuen einleuchtet, erreicht es einen Realitätsgehalt. Zudem bin ich Künstler und nur Aufgrund von, für meine Themen in meiner Malerei wichtigen philosophischen Fragen, die die Quantenphysik erzwingt, gestossen. Der einzige Massstab für die Zuverlässigkeit meiner Aussagen sind gelegentliche Überprüfungen von diesen durch Fachkräfte.
Auch möchte ich zu meiner Legitimation eines solchen Unterfangens noch eine weitere Feststellung von H.P. Dürr zitieren: „Es ist also natürlich, dass eine solche kontrorverse Diskussion von einem Aussenseiter in Gang gesetzt werden muss, und dies sollte, wenn der Stil angemessen ist, nicht nur von der Öffentlichkeit, sondern auch von „Insidern“ begrüsst werden.“ Das sagt er zwar zur Kernenergiedebatte, in seiner Substanz gilt das aber für alle, der Wissenschaft vorauseilenden spekulativen Überlegungen, die sich an die wissenschaftlichen Kriterien halten, mit dem Ziel deterministisch geprüft zu werden.

Subjektive Zusammenfassung über die Viele Welten Theorie
Einige Physiker zitieren und kommentieren die Viele  Welten Theorie welche sie für sehr relevant halten. Einige schildern ein Omniversum, andere sind vorsichtiger und begnügen sich mit der vertieften Interpretierung der Singularität. In allen Fällen ist jedoch das Wagnis zur Spekulation im Rahmen der bereits gesicherten Fakten sichtbar.
Denn nur dadurch, dass die Ängstlichkeit vor der Spekulation abgelegt wird, werden wir weiter Physik betreiben können, weil die wesentlichen physikalischen Fakten, insbesondere beim Nachweis des Higgsfeldes, ein nahtlos scheinendes Bild zur Entstehung dessen, was wir als Welt wahrnehmen, schildern und so ein weiteres Mal nach dem möglichen Ende physikalischer Berechnungen gerufen werden kann.
Was aber bis jetzt nur zögerlich angegangen wird ist die Frage, was vor dem Urknall war, respektive was in dem, die Singularität ermöglichenden Omniversum vor sich geht. Immerhin gibt es Physiker, die die Singularität genauer untersuchen, da es ja selbst Kapazitäten wie Stephan Hawkins und Roger Penrose nicht wohl dabei ist, dass mit der Singularität die Mathematik aufhört als Mittel zur Erkenntnis zu taugen.
Eng verknüpft mit der Naturwissenschaft ist immer die Gottesfrage, d.h. ob es eine bewusste Kraft gibt, die alles bewirkt hat, oder die Natur in sich selbst in der Lage ist, solche Prozesse, die wir beobachten, zu bewirken. Deshalb muss hier noch speziell auf sie eingegangen werden. Es ist also ausser Frage, dass die Gottesfrage eng mit den Naturwissenschaften verbunden ist. Wenn nämlich nicht schon die Wissenschaft selbst dieses Thema aufwirft, so stellen Aussenstehende diese Frage an sie. Es ist daher notwendig im Zusammenhang mit der vorliegenden Energietheorie auch diesen Aspekt zu beleuchten. Wissenschaftler die das durch ausklammern ignorieren, verzichten auf die Frage nach den Konsequenzen ihrer Arbeit. Dabei ist aber zu bedenken, dass wir durch den Verzicht auf die philosophischen Fragen, die die Wissenschaft aufwirft, dem eigentlichen Drang zur Suche nach der Wahrheit aufgeben und so im Prinzip die Zufriedenheit eines Höhlenbewohners einnehmen der Stolz darauf ist, dass er mit Waffen und Feuer einen Vorteil gegenüber der übrigen Natur hat und den Rest seiner Wahrnehmung den Geistern andichtet. Da ist auch die Haltung einiger logischen Empirikern anzusiedeln, weil auch diese sich mit dem Erreichten begnügen wollen. Genau gesehen lassen sie die Denkarbeit zur erweiterten Erkenntnis andern und übernehmen dann die brauchbaren Resultate, als hätten sie nie etwas anderes gedacht und stecken den Rahmen des Wissens um diese Dimension wieder ab. Diese Lebenseinstellung soll niemandem genommen werden, sie ist aber auf das höchste fortschrittfeindlich, weil Erkenntnisfortschritt nur durch dazu gemachte Spekulationen erzielt werden kann. Politisch gehört da auch die Gottesfrage dazu. Denn will die Gesellschaft unabhängig von irgendwelchen dominierenden Meinungen werden, so muss sie in erster Linie die Frage nach dem Ursprung des Daseins auf einen für einen grossen Teil der Gesellschaft geltenden hohen Glaubwürdigkeitsstand bringen. Im Moment ist festzustellen, dass religiöse Fragen die Politiker derart nervös machen, dass sie sich, selbst wenn sie sogenannt atheistisch denken, sich lieber nicht ohne Not dazu äussern. Das bedeutet, dass die Macht der Gottesgläubigen im Staate immer noch gross ist, weil wahrscheinlich die Mehrheit der Menschen eine Erkenntnisunsicherheit zu dieser Frage hat. Und dem etwas entgegenzusetzen ist nur das Mittel der hohen Glaubwürdigkeit der Naturwissenschaft in der Lage, sofern sie sich an der Frage nach dem Ursprung des Daseins als mindestens auf der philosophischen Ebene relevantes Thema beteiligt. So hätte sie die Möglichkeit, alle diesbezüglichen Fragen mit allgemein nachvollziehbareren Beweisen glaubwürdiger, als religiöse Wahrnehmungen, in die Diskussion zu werfen, was viele Zweifler dahingehend beruhigen könnte, dass es eben eine religionslose Lösung des Daseinsrätsels gibt. Das geschieht nicht, wenn sich die Wissenschaftler aus empirischen Gründen aus diesem Dialog ausklammern. So bleibt die Naturwissenschaft das, als das sie mehrheitlich wahrgenommen wird, nämlich eine Wissenschaft die als materielles Gebrauchsmedium ihren Sinn hat, nicht aber als das, mit was sie eigentlich historisch begonnen hat, nämlich der Suche nach dem Ursprung der Welt.

Was erlaubt einem Nichtphysiker dieses Thema zu reflektieren?
Im ersten Moment ist es tatsächlich problematisch von einem Aussenstehenden Vorschläge zu bekommen. Es ist jedoch zur Genüge  belegt, dass die philosophisch veranlagten Physiker längst nicht mehr nur Fachleute als fähig betrachten, insbesondere die philosophischen Konsequenzen der Quantenphysik, zu reflektieren.
Da ist z.B. zum ganzen Themenbereich ein Zitat aus Werner Heisenbergs „Ordnung der Wirklichkeit“:
"Am wichtigsten sind die Gebiete der reinen Wissenschaft, in denen von praktischer Anwendung nicht mehr die Rede ist, in denen vielmehr das reine Denken den verborgenen Harmonien in der Welt nachspürt. Dieser innerste Bereich, in dem Wissenschaft und Kunst kaum mehr unterschieden werden können, ist vielleicht für die heutige Menschheit die einzige Stelle, an der ihr die Wahrheit ganz rein und nicht mehr verhüllt durch menschliche Ideologie und Wünsche gegenübertritt.“
Er stellt also fest, dass sich auf einer bestimmten Erkenntnisebene die Wissenschaft und die Kunst ähnlicher anliegen annehmen. (Nebenbei ist es für mich eine Bestätigung insofern, weil ich davon seit ca. zwanzig Jahren überzeugt bin.)
Um Hans Peter Dürr ein weiteres mal zu zitieren hier folgender Abschnitt: “Um die Probleme der Zukunft lösen zu können, brauchen wir mehr Risikofreudigkeit, mehr Einfallsreichtum und einen höheren Einsatz.“
Das bedeutet, dass nur durch das bewusstere Eingehen auf Spekulationen die Physik noch eine Chance hat, an Bewusstseinsentwicklungen teilzuhaben. Denn, wie bekannt, dürfte die Entdeckung respektive Bestätigung des Higgsfeldes die letzte uns in diesem Weltall mögliche Neuigkeit sein. Warum? Weil es die Bestätigung sein wird, dass alles durch energetische Prozesse entsteht, folglich dabei auch der Begriff „Physik“ in der Folge hinfällig wird. Ab diesem Moment lässt sich Neues nur noch in energetischen Prozessen finden.
Als letztes sei noch aufgeführt, dass, wenn der Leser nicht die akademische Kompetenz des Autors als Kriterium seiner Glaubwürdigkeit in den Vordergrund stellt, sondern seine der Logik verpflichteten Argumentation, die sich an den wissenschaftlichen Fakten orientiert, anerkennt, so kann er mit den Mitteln der wissenschaftlichen Kriterien Falsches von Richtigem unterscheiden.
Was zur Prüfung der Richtigkeit der verwendeten Fakten unerlässlich scheint, ist die eigene Vertiefung des Lesers in das Thema.

Die Energietheorie
Insbesondere wegen den neuen physikalischen Erkenntnissen, kann die metaphysische Frage nach dem Ursprung des Daseins neu diskutiert werden. Mit Metaphysik meine ich nicht die übliche Definition als das Unfassbare, sondern das allgemein noch nicht Erkannte.

Denn wir wissen nicht, wie weit entfernt wir von der Wahrheit liegen.
Eine weitere Begründung liegt in der Erkenntnis, dass die Wissenschaft immer noch Teil des philosophischen Prozesses in der Frage nach dem Ursprung des Daseins ist und nicht bloss Datenlieferantin für Bedarfsartikel. Sie muss also einleuchtendere Argumente bzw. Beweise zu diesem Thema liefern, als das Religionen tun können. Nur so kann sie kulturell eine vollwertige Rolle spielen. Bis jetzt tendiert die Wahrnehmung von ihr eher dazu, sie, im Sinne des emotionellen Lebens, als ausserhalb der Kultur stehend zu sehen und deshalb für allgemeine Lebensfragen nicht zuständig. Ich beschreibe auch die Konsequenzen für Philosophie und Religion.

Die Hypothese:

Das Omniversum ist Nichtraum. Als solcher ist es keine Ursache, sondern ein Zustand, welcher Bewegung und Ruhe zugleich ist.
Dieser Zustand bewirkt Fluktuationen, die sich zu Feldern formieren, welche sich - aufgrund ihrer Eigenschaften - zusammenziehen können, aber auch ausdehnen, gleich den Vorgängen des im Weltall beobachteten Vakuums.
Das bedeutet, dass alles, was wir realisieren, die Folge dieser Energie ist, inklusive unserer Emotionen.
Also ist alles Energie, und diese kommt durch Fluktuationen aus dem Nichtraum.
Es gibt keine Trennung in Geist und Materie.

Die Vertreter der Urknalltheorie postulieren das Nichts vor der Singularität.

In meiner These existiert ein Omniversum, in erster Konsequenz als Nichtraum. Wo dieser Nichtraum durch Fluktuationen in Bewegung gerät, entstehen Raum und Zeit. Diese Energien ermöglichen Felder und daraus sich entwickelnde Verdichtungen, die letztlich auch zu energetischen Singularitäten führen können, welche Weltalle bewirken, so wie wir eines wahrnehmen.

Die Notwendigkeit dieser Energietheorie
Das Überhandnehmen spekulativer Extrapolationen über den derzeitigen Wissensstand hinaus zeigt, dass entweder neue Beobachtungen schwer zu machen sind (z.B. bei der Erforschung der Anfänge des Universums ) oder der betreffende Wissenschaftszweig auf seinem Gebiet so erfolgreich geforscht hat, dass nur noch wenige zugängliche Informationen übrigbleiben  (so z.B. in der experimentellen Teilchenphysik) John D. Barrow  „Die Entdeckung des Unmöglichen“.

Diese Feststellung von John D. Barrow ist mittlerweile eine in intellektuellen Kreisen weit verbreitete Meinung. Diese bewirkt, dass es zu einer allgemeinen Resignation bezüglich der Forschung, im Speziellen über die Frage der Herkunft der Natur und deren Gesetze, gekommen ist. Zweifellos wird es schwierig, in Zukunft evidente Forschung zu betreiben, wenn man heute feststellen kann, dass sich die ganze sichtbare Herrlichkeit, nämlich die Materie, in Energie auflöst. Es sieht so aus, als könne man nach dem Nachweis des Higgsfeldes keine experimentell zu determinierende Forschung mehr betreiben. Das Higgsfeld ist, sehr kurz gesagt, die Potenz, durch die masselose Teilchen mit weiterer Energie gespeist werden und so zu dem werden, was wir als  Materie wahrnehmen. Es ist im ganzen Weltall vorhanden.
Das wäre wieder einmal eine Situation, wo das Ende der Physik ausgerufen werden könnte. Die Frage bleibt: Ist es wirklich das Ende der physikalischen Forschung? Ja, wenn wir jetzt eine nahtlose Weiterführung des Forschens mit den Mitteln des Experimentes erwarten, nein, wenn wir akzeptieren, dass wir möglicherweise an einem Punkt angekommen sind, der neue Methoden des Verifizierens verlangt.
Es sieht so aus, als müssten wir den Begriff Physik aufgeben und stattdessen den Begriff Energetik, auch für physikalische Vorgänge, einsetzen.
Bis wir neue Methoden zur Verifizierung gefunden haben, bleibt uns nichts anderes übrig, als mehr oder weniger methodisch, ganz sicher aber intuitiv, im Trüben zu fischen. Ist das jedoch ein Grund, nichts mehr über die Herkunft des Daseins ergründen zu wollen, bloss weil es nicht mehr nach gewohnter Methodik gemacht werden kann? Viele, insbesondere der logischen Empirik verschriebene Intellektuelle, sind dieser Meinung. Es ist aber zu bedenken, dass diese - einst positivistisch genannte - Wahrnehmungsart eher ein Negativismus (Barrow) ist, weil sie alles, was heute nicht in irgendeiner Weise sichtbar ist, als für die Realitätserfassung nicht relevant betrachtet. Würde diese Meinung nicht von weiterdenkenden Individuen ignoriert, so würden wir weder das Weltall in seinen heute bekannten Dimensionen noch die Atomphysik mit ihrer Konsequenz bis zur Teilchenphysik kennen. Der erste eigentliche Positivist war nämlich bezüglich der Physik Auguste Comte, und der fand, dass es keinen Sinn macht, nach Atomen zu suchen respektive über unser Sonnensystem hinaus zu forschen.
Solche Überlegungen ermutigen mich, als Künstler, der sich intensiv mit der Philosophie der Quantenmechanik eigentlich besser Quantenenergetik beschäftigt, die Frage nach dem, was die Teilchen der Mikroebene verursacht hat, zu stellen. Ich betone ausdrücklich den Aspekt der Philosophie, andernorts wird sie auch als Quantenphilosophie bezeichnet, weil ich der Meinung bin, dass für ein Resumée darüber nicht die ganzen Kenntnisse dieser Disziplin nötig sind, um Schlüsse zu ziehen, sondern nur die Kenntnis der offensichtlichsten neuen Aspekte von ihr gegenüber der so genannten klassischen Physik. Um aber die Richtigkeit der hier gemachten Aussagen zu prüfen, ist eine tiefere Beschäftigung mit diesem Thema zweifellos nötig.
Im Bewusstsein, dass das den Vorwurf der Beliebigkeit impliziert, versuche ich hier etwas, das gerade die oben erwähnten Fragen beantworten könnte. Denn wenn wir jetzt einfach unsere bis zur Nichtverifizierbarkeit reichenden Forschungsergebnisse so belassen, wie sie zurzeit aussehen, haben wir schlichtweg ein Ziel noch nicht erreicht. Wir hätten damit die Frage nach dem Ursprung des Daseins aufgegeben in der Meinung, sie sei nicht zu lösen. Es könnte aber sein, dass sie bloss vorläufig nicht zu lösen ist.  Denn wenn wir auf dem Weg des empirischen Forschens so sorgfältig wie möglich weiterdenken, könnte sich ein anderer Weg auftun. Denn die Wissenschaft erfährt in solchen Situationen immer wieder Durchbrüche, indem sie die Methodik ändert, wie z.B. Galilei, als er das Experiment dem blossen denkenden Beobachten anfügte, oder die Quantenphysiker, die das klassische dualistische System aufgeben mussten.
Es könnte da irgendwo etwas verborgen sein, das wiederum durch Nachdenken auf das Niveau einer prüfbaren Tatsache gebracht werden kann. Ich fordere alle, die in meinen Argumenten eine Richtigkeit sehen auf, in diese Beliebigkeit hineinzutauchen, um dort, so empirisch wie möglich, nach nicht Gedachtem oder gar unmöglich Geglaubtem zu suchen. Meine Intuition sagt mir nämlich, dass das Rätsel unseres Ursprungs erst gelöst ist, wenn sich in einer Theorie nichts mehr ausserhalb von ihr befinden kann, insbesondere in einer allfälligen Theorie des Ganzen, der sogenannten TOE, mit der Eingrenzung, dass es sich nicht um diejenige handelt, welche die elektromagnetischen Kräfte mit denjenigen der Gravitation verbinden will. Und nichts Geringeres versuche ich hier zu beschreiben.
Auch der Einwand, das sei alles Spekulation, greift ins Leere, da bekanntlich jeder Bewusstseinsprozess vorerst einmal als Spekulation beginnt.
Bewusst verzichte ich auf den Einbezug der Stringstheorie, da diese letztlich auch Folge von Energien ist. Auch die Teleportation ist eine Erscheinungsform der Energie. Auch die Naturkonstanten unterliegen energetischen Bedingungen und sind deshalb selbst Teil der energetischen Prozesse.

Hier mein Vorschlag:

Unser Weltall ist nicht das Omniversum.
Nach dem Standardmodell besteht unser Weltall aus 75% dunkler Energie, 21%  dunkler Materie und nur 4% aus für uns wahrnehmbarer Materie. Es ist laut Urknalltheorie endlich, erhärtet durch die Hintergrundstrahlung. Dieses unser Weltall ist die Folge von vorangehenden Prozessen in einem wirklich alles enthaltenden Zustand, den wir als Omniversum bezeichnen können, weil es nicht ein einziges Ereignis ist, sondern alles in sich bedingt. Es ist Zustand als Nichtraum. In diesem Omniversum wirken die Prinzipien der Ausdehnung und des Zusammenziehens, der Selbstorganisation und alle die Prozesse, die zur Entstehung von Verdichtungen verantwortlich sind, hervorgerufen durch Fluktuationen im Nichtraum. Diese Prozesse erzeugen auch Wärme respektive gehen in Kälte über. Einzig diese als Energie zu bezeichnenden Prozesse, bewirken letztlich das, was zu einer Singularität führen kann, die, über das Entstehen eines Weltalls, unser Dasein ermöglicht. (Das deckt sich u.a. auch mit  A. Linde und Everett, die eine Viele-Welten-Theorie postulieren.)

Physikalisch gesehen schlage ich vor, dass die kinetische Energie eine autonome Grösse ist und nicht mehr nur die Differenz von der potenziellen Energie bei festen Körpern beschreibt, wie in der klassischen Physik.
Auch zögere ich Bewegung und Ruhe zugleich mit den kinetischen und potenziellen Energien gleichzusetzen, weil diese interaktiv gedacht sind und meine Definition beide Potenziale zugleich hat.

In der Folge entstehen auf diese Weise die für uns entscheidenden Möglichkeitswellen, ein Begriff des Physikers H.P. Dürr, die gelegentlich in sich zusammenbrechen und damit Realität erzeugen, was in physikalischer Form Verdichtungen, also Materie bewirkt, aber nicht weniger auch die psychischen Interaktionen, da diese ja bekanntlich genau gleich energetischen Ursprungs sind.
Es gibt nichts mehr vor dem Omniversum. Denn weniger als Nichtraum ist logisch nicht mehr zu begründen. Es ist nicht ewig, sondern es ist ein Zustand. Es entsteht Raum dort, wo sich Fluktuationen ereignen, und ist Nichtraum, wo keine solchen Bewegungen stattfinden. Nichts kann irgendwo hingehen. Es ist immer sich selbst. Selbst wir sind das Omniversum, weil die Energien auch uns bewirken. Alles geschieht in sich selbst und kann nicht verlassen werden, ganz nach Thaddäus Golas, einem buddhistischer Mönch, der sagte: „Wir müssen nirgendwo hingehen.“ Ich erwähne das, weil  wir wirklich nirgendwo hingehen können, denn wir sind das Omniversum in zusammengezogenem Zustand.
Das letzte physikalisch noch messbare Feld mit Bezug auf die Materie ist das noch nachzuweisende Higgsfeld. Mit dem Nachweis des Higgsfeldes sind wir am Ende des empirisch-physikalischen Forschens angelangt. Aber, wenn es ein Higgsfeld gibt, so kann es noch andere energetische Zustände geben. Letztlich gibt es ja Berechnungen im Bereiche der Stringstheorie, die mehrere Higgsfelder postulieren.
Soweit ich informiert bin, würde die Messvorrichtung, die die nächsten Energien messen könnte, einen Beschleuniger zur Wega und zurück benötigen, um die weiteren Energien aufzuspüren. Das bedeutet: Wenn da nicht noch ein erkenntnistechnischer Trick auftaucht, wären bloss noch mathematische Berechnungen möglich. Dass irgendein Energiefeld existieren muss, welches die Ladungen speist, ist einleuchtend.
Mit den Higgsfeldern verlassen wir zwar das durch Messbarkeit sichtbare physikalische Geschehen. Das spielt sich aber noch immer in unserem Weltall ab. Das einzige, was für meine Theorie spricht, ist die Tatsache, dass wir schon hier – experimentell nachweisbar – in den Bereich eines physikalischen Zustandes kommen, den man als energetisch bezeichnen kann. Das bedeutet, dass sich die uns manifestierende Welt aus energetischen Zuständen entwickelt hat. Diese hat die ersten für uns nachvollziehbaren Strukturen durch Abkühlung des Weltalls, welches zur für uns sichtbaren Materie abkühlte, erhalten. Das geschieht durch Ausdehnen und Zusammenziehen bestimmter Zustände der Energie. Diese Formen der Struktur sind für uns in der Theorie des Urknalls gut begründet eingebettet. Das Problem ist nun aber, dass die Physik die Gesetze, welche unser Weltall bedingen, nur bis an die Singularität heran verwenden kann. Sie sind jedoch in dieser nicht mehr anwendbar. In diesem Umfeld siedeln die Physiker das Nichts an.
Da andererseits aber das Weltall durch die Feststellung einer Hintergrundstrahlung ein Ausserhalb von ihm assoziiert, gibt es mindestens darin einen Ansatzpunkt zur Annahme eines Omniversums.
Das gibt den Anlass, daraus zu schliessen, dass, bevor im Omniversum eine Singularität entsteht, nur Energien wirken, d.h. in Bewegung geratene Zustände. Da muss ich noch einmal an die Definition, die ich oben machte, erinnern, dass ich mit Omniversum diejenigen Dimensionen meine, in denen ein solches Weltall sich befindetund nicht das Weltall selbst.
Das Omniversum ist nicht mehr zu verlassen. In diesem Omniversum können sich aber, wie schon Physiker wie Hugh Everett , Andrej Linde und andere vorschlagen, weitere Weltalle befinden respektive entwickeln.

Schon alleine diese viele Weltentheorie bedingt einen Zustand wo solche Fluktuationen sich ereignen können. Davon ist der Nichtraum der Logischste.

Das ist natürlich eine Schwierigkeit für logische Empiriker, die ja nur sinnlich Wahrnehmbares für real halten. Doch selbst Einstein und Hawkins bekennen Mühe mit einer Formel, die die uns bekannten physikalischen Gesetze ausser Kraft setzt, wenn sie sich der Singularität nähern. Bei meinem Vorschlag, ob naiv oder nicht, wären die uns bekannten Naturgesetze sogar auf das von mir gemeinte Omniversum anwendbar, schliesst aber keine uns nicht bekannte Gesetze aus. Immerhin sind die Berechnungen von Asthekar und Bojowald, beides Physiker, nach denen ein Voruniversum existiere respektive existiert, auf der Mathematik der Relativitätstheorie und jener der Quantenphysik aufgebaut. Was sie, im Gegensatz zu mir, nicht machen, ist ein raumzeitliches Gebilde annehmen, das ich mit dem Omniversum wie beschrieben meine. Wenn der Physiker Lesch glaubt, das sei zu spekulativ, ja unmöglich, weil wir in unserem Weltall leben und somit wahrscheinlich keine Möglichkeit besitzen, darüber hinaus Kausalität zu erkennen, bricht er einfach die kreative Kette der menschlichen Denkfähigkeit ab. Was wir nämlich bis heute erkennen können, war ebenfalls ausserhalb des historischen Vorstellungsvermögens. Es erinnert mich ein wenig an die These von Auguste Compte, dass es keinen Sinn macht, die Atome zu erforschen oder über das Sonnensystem hinaus Astronomie zu betreiben. Ich behaupte sogar, dass es unser Naturell ist, gerade da zu forschen, wo wir noch nichts wissen, aber etwas erahnen können. Was uns wahrscheinlich verschlossen bleibt, ist das, was wir als nicht sichtbar bezeichnen. Das ist aber schon in der Quantenphysik der Fall. Wir sind folglich auf die Mathematik angewiesen, die uns dann höchsten sehr glaubwürdige Modelle anbieten kann. Insofern stimmt die Aussage von Professor Lesch. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir in der letzten Beweisführung unserer gängigen empirischen Modelle auch bloss auf grosse einleuchtende Einigkeit der Gesellschaft angewiesen sind.
Ein weiterer, nicht gerade wissenschaftlicher Antrieb dazu, aber mindestens als Argument zu überdenken, ist die Tatsache, dass wir, nach unseren Erkenntnissen, noch mindestens fünf Milliarden Jahre auf dieser Erde leben, nämlich bis dann, wenn die Sonne zum roten Riesen wird. Wollen wir also in einem positivistischen Denkmodell die nächsten fünf Milliarden Jahre erstarren oder wollen wir uns in der uns zur Verfügung stehenden Zeit nicht doch lieber weiter mit dem Unbekannten beschäftigen, selbst auf die Gefahr hin, dass am Ende das herausschaut, was Professor Lesch befürchtet?
Dazu ein Spruch von Tierry Practett: „Am Anfang war nichts. Und Gott sprach: „Es werde Licht“, und da war immer noch nichts, aber jetzt konnte man es sehen.“
Ein weiteres Hindernis ist das Wahrnehmungsproblem der Physik, weil sie sich immer noch an Teilchen orientiert, also immer noch vom mathematischen Punkt ausgeht, obwohl sie schon längst festgestellt hat, dass sie es eher mit Feldern zu tun hat, was eindeutig darauf hinweist, dass wir es mit Energie als Quelle des später Sichtbaren zu tun haben. Durch die Theorie des Higgsfeldes sowie die Tatsache, dass alles vorerst eher in Feldern denn als Teilchen zu definieren ist, weist alles darauf hin, dass es Energien sind, die unsere Realität gestalten, und nicht eine unabhängig von diesen entstandene Masse. Die Vorstellung der Masse als autonomer Attraktor ist somit hinfällig geworden.
Sollte aber die Theorie mit den  Higgsfeldern sich nicht bestätigen, so wäre da noch die Theorie mit der Singularität, welche besagt, dass   diese im Moment des Urknalls aus unendlich dichter Energie bestanden haben soll. Somit können die folgenden Prozesse nichts anderes sein als Formen eben dieser Energie. Die Energietheorie ist also durch ein Nichtbestätigen der Higgstheorie nicht hinfällig.

Und die Folgen für Religionen?
Selbst Clemens von Alexandria (150 - 215 n. Chr.) ahnte davon, wenn er seinen Gottesbeweis schildert: „....Aber auch von Teilen kann man bei Gott nicht reden; denn unteilbar ist das Eine und deshalb auch unendlich, nicht in dem Sinn, dass man es nicht erschöpfend behandeln kann, sondern dass man es nicht in Abschnitte zerlegen kann und dass es kein Ende hat und demnach gestalt- und namenlos ist.“
Das hat auch den Nebeneffekt, dass es aufdeckt, dass die Theologie im Prinzip diesen Sachverhalt, dass es ein Omniversum geben muss, bestätigt, nur dann den Fehler macht, diesen einer rational bewussten Schöpfergestalt zuzuschreiben.
Warum immer wieder eine Schöpfergestalt als höchste Instanz vermutet wird, dürfte daran liegen, dass wir unser Bewusstsein realisieren, dabei aber offenbar dieses mit unserer unbewussten Dynamik, das heisst auch mit der oft bedrohlichen natürlichen Umgebung sowie der fast unübersichtlichen Vielfalt der Natur, nicht in Einklang bringen können. Wir trauen also der Kompetenz unserer eigenen analytischen Bewusstheit nicht. Dafür verlassen wir die uns zugängliche faktische Ebene.
 Auch Parmenides wusste vom Omniversum, als er sagte: „Alles ist Sein.“ Im Gegensatz zu ihm beschreibt Heraklit die Folgen dieser Tatsache, wenn er sagt: „Alles fliesst.“
So gesehen ist der Sinn des Bewusstseins der, dass ich mich als Omniversum selbst  erkenne. Also aus einem der Zustände heraus, aus dem ich mich wieder in andere Zustände des Omniversums wandle. Wir können uns also nur vorläufig mit unserem Zustand identifizieren. Im Laufe dieses dynamischen Prozesses verschwinden wir im Omniversum.

(Eine solche Definition lässt natürlich auch die Möglichkeit einer Wandlung in andere Bewusstseinszustände offen. Das erwähne ich nur, um möglichst objektiv und neutral zu bleiben.)

Wie entstehen solche Weltalle in einem Omniversum?
Nach der gängigen Physik besteht eine Singularität, die z.B. unser Weltall möglich machte, aus unendlich verdichteter Energie, die eine so kritische Dichte erreichte, dass eine Explosion stattfindet: der Urknall. Dabei ist zu bedenken, dass eine Singularität als physikalisch höchstmögliche Komprimierung von Energie insofern keine solche ist, also kein Punkt, weil sie ja das Resultat von energetischen Prozessen ist, die hier bis zum besagten extrem kleinen Zustand komprimiert werden, bis es zum entscheidenden „Knall“ wegen unverträglicher Verdichtung kommt. Denn bekanntlich besteht die astronomisch-physikalische Singularität aus verdichteter Energie, ist damit eher ein dynamischer Zustand denn ein Punkt.
Woher kommt aber diese Energie? Mit üblichen mathematischen Mitteln scheint das vorläufig nicht auszumachen zu sein. Denn die Gesetze der Physik hören nahe der Singularität auf, messbar zu sein. Da fangen nun meine Spekulationen an, die, so hoffe ich, Grund sind,  andere Interessierte dazu zu inspirieren, vielleicht auf diese Weise eine Erkenntnisebene zu erforschen, mit dem Ziel, mindestens näherungsweise eine empirische Definition zu erreichen.
Um die Existenz von Energien zu klären, muss man sich ein Omniversum vorstellen, in dem das, was wir Energie nennen, in unzähligen Varianten von Zuständen aktiv ist. Um es vertrauter zu schildern, genügen da die uns bekannten Begriffe wie Wellen, Wärme etc., also Abläufe, wie wir sie auch in unserem bekannten physikalischen Weltbild beobachten können. Diese Zustände können sich verdichten oder ausdehnen. Naheliegend dabei ist auch, dass hier die Eigenschaften der Chaostheorie, also Entropie, Selbstorganisation etc., eine Rolle spielen. Jedenfalls scheinen für diese Prozesse unsere Kenntnisse der Physik vorerst auszureichen. Kommt es nun z.B. zu einer Dichte, die wir als Singularität bezeichnen, die ein Weltall erzeugt, so verdichten sich die energetischen Felder zu einem punktähnlichen Energiebündel.
Solche Zustände energetischer Prozesse sind im ganzen Omniversum existent, sind also nicht auf eine einmalige vektorielle Entwicklung zu reduzieren, sondern zeitlich immer und überall möglich. Es gibt also keinen Urzustand, von dem aus Zeit gemessen werden könnte, sondern  eine nicht zu beziffernde Anzahl an Ereignissen, wo Bewegungen, also Energien, sich bemerkbar machen. Dort aber, wo sich nichts bewegt, gibt es nur das, was Nichtraum ist. Der Nichtraum ist das, was ich als Bewegung und Ruhe zugleich bezeichne, also einen, in dem sich beide Potenzen in homogener Einheit als Möglichkeitszustand befinden. Es gibt kein danach oder dahinter mehr, nur noch ein darin sich Ereignendes, wenn eben Bewegung, also Energie, sich einseitig potenzialisiert.
Möglicherweise meinte Aristoteles dasselbe, als er vom „unbewegten Beweger“ sprach. Nur impliziert seine Definition wieder eine Person. Das ist natürlich nicht der Fall. Denn hier muss ich klarstellen, dass es sich bei dem hier vorgeschlagenen Omniversum nicht um einen personifizierten Schöpfer handeln kann. Ein solcher wäre natürlich selbst Folge des Systems und nicht die Ursache. Denn ein personifizierter Schöpfer muss selbst aus Energie bestehen, bevor er überhaupt etwas bewirken könnte.
Etwas vorläufig nicht zu Definierendes ist die Ursache, dass dieser Zustand von Bewegung und Ruhe zugleich doch in der Lage ist, eine der beiden Eigenschaften aufzugeben, indem er in Bewegung gerät, also sich Bewegung und folglich Raum und Zeit entwickelt. Anlehnen kann man diese Eigenschaft an das im Weltall zu beobachtende Vakuum, das Fluktuationen erzeugt. Es gibt also die Leere, die Spannungen erzeugt, wahrscheinlich aufgrund ihrer Eigenschaften, die ihrerseits Reaktionen bewirken wie die der Fluktuationen. Es entsteht also Potenzialität und damit Bewegung, kraft der Neigung. Dabei verschwindet zwangsläufig die Eigenschaft der Ruhe. Das ist der Moment, wo alle diese Prozesse in Gang geraten, welche über unzählige Transformationen in für uns nicht zu beziffernden Äonen irgendeinmal in eine Singularität münden können, also die Vorbedingungen, die einen sogenannten Urknall erwirken. Das geschieht, wie gesagt, nicht linear, ist auch nicht bloss eine Folge eines einmaligen Vorganges, sondern es geschieht im ganzen Omniversum ununterbrochen, wo immer solche Neigungen anfangen zu wirken. Das bedeutet auch, dass es auch immer irgendwo und irgendwie Zustände von Bewegung und Ruhe zugleich gibt, also Nichtraum. Dieser Vorschlag erledigt auch die Frage der Unendlichkeit, denn der Nichtraum ist somit endlich und unendlich zugleich. Er existiert nur da, wo keine Bewegung wirkt, und ist nicht als Unendlichkeit zu definieren, weil er sofort aufhört zu sein, wenn etwas aktual wird. Schon das Denken an den Nichtraum löst ihn auf. Wir haben also wieder die Tatsache der Gleichzeitigkeit dualer Wahrnehmungen.
So weit der Vorschlag zur Definition eines möglichen Urzustandes.

Der Vergleich mit der Viele-Welten-Theorie
Es gibt bereits einige Thesen zur Möglichkeit von vielen Welten in einem Omniversum. Meistens ist aber in diesen Theorien die Trennung zwischen dem Weltall,das wir wahrnehmen, und dem, was ich als Omniversum bezeichne, nicht so klar auszumachen. In den Thesen von Hugh Everett bzw. Andrej Linde gibt es z.B. das Omniversum mit Blasen, welche aber nicht von unserem Weltall getrennt sind, weil es eine Verbundenheit gibt. Es ist immer noch eine begrenzte Region, die ein Aussen hat. Das ist der wesentliche Unterschied zu meinem Vorschlag, der zuerst ein Zustand von Nichtraum ist, in dem sich dann alle diese Prozesse ereignen können. Es gibt nicht mehr in einer Region Raum und darum herum der Nichtraum, sondern die Prozesse sind überall und zu jederzeit im Gange oder eben nicht. Ausserhalb vom Nichtraum nichts mehr denkbar. Aber es können in ihm unendlich viele Räume mit unendlich verschiedenen physikalischen Gesetzen entstehen.
Wegen dem mühsamen Auseinanderhalten, was jetzt unser Weltall und was ein eigentliches Omniversum beschreibt, schlage ich die eingangs erwähnte Definition vor.
Die mit einleuchtender Wahrscheinlichkeit existierenden schwarzen Löcher ergeben sich erst nach den Prozessen, die zu Weltallen führen. Sie können aufgrund ihrer Tendenz zu Singularitäten ihrerseits neue Weltalle entstehen lassen. Auch Vorschläge wie die von F. A. Wolf zu den parallelen Weltallen möchte ich hier nicht behandeln, weil das ja alles erst Folgen von energetischen Prozessen sind. Ich möchte aber die Vorgänge so allgemeingültig wie nur möglich schildern.

Wieso genügt es nicht, unser Weltall anzunehmen, ohne ein zusätzliches Omniversum zu definieren?
Das Problem ist die Tatsache, dass es eine Hintergrundstrahlung gibt, die das Ende unseres Weltalls anzeigt. Wenn etwas aber endlich ist, kann es nicht etwas Allumfassendes sein und es ermöglicht weiterhin Spekulationen wie z.B. ein dahinterliegendes Schöpferprinzip.
Mein Ziel ist hier auch, aufzuzeigen, dass mit der Definition eines Nichtraums ein ursächliches bewusstes Schöpferprinzip ausgeschlossen werden kann. Dass man natürlich den energetisch begründeten Vorgang eines Omniversums als Schöpfungsakt bezeichnen kann, ist semantisch nicht zu bestreiten.

Wie sieht die daraus sich ergebende Konsequenz auf unser Leben aus?
Wie ich anfänglich beschrieb, besteht die Materie aus verdichteter Energie, d.h., sie ist nicht eine von der Energie unabhängige Potenzialität. Das bedeutet, sie ist auch im dynamischen Prozess von Verdichtung und Ausdehnung integriert. Deshalb ist sie ja, in bestimmten Formen, empfänglich für energetische Prozesse. Am augenfälligsten ist das an den verschiedenen Zuständen des Wassers zu beschreiben. Auch das, was wir Leben nennen, ist nichts anderes als eine Energie mit erweiterter dynamischer Eigenschaft. Wir sind also untrennbar mit dem verbunden, was diese Entwicklung bewirkte, nämlich dem Omniversum. Deshalb neige ich dazu dieses als Allseiendes zu bezeichnen.
 D.h., die Möglichkeit von Bewegung und Ruhe zugleich, wo sich diejenige der Bewegung aktual manifestiert, ist die Ursache der energetischen Prozesse der gleichen Kräfte, die uns bewirken. Es gibt also zwischen den Energien, die im Omniversum wirken, und denen, die uns bewirken, nichts Dazwischengeschobenes.
Das hat onthologisch die Konsequenz, dass auch das uns Bewegende, nämlich die aus irgendwelchen Impulsen entstehenden Gefühle, nichts anderes ist als Energien, die von auf uns einwirkenden und uns bedingenden Potenzialitäten stammen. Nun haben aber die Lebewesen eine Eigenschaft, mit der sie auf die Umgebung mit Energie reagieren und so interaktiv wirken können. Der vorläufig für uns feststellbare Höhepunkt dieser Entwicklung ist derjenige, den wir als Bewusstsein wahrnehmen. Da ist nicht nur die spontane Interaktion möglich, sondern auch die aufgrund einer gewissen Reflektionsfähigkeit mögliche absichtlich herbeigeführte Interaktion. Die Folge davon ist die Fähigkeit, Wahrnehmungen in Kausalitäten zu definieren und so eine abstrakte, also allgemeingültig erscheinende Wahrnehmung zu entwickeln bis hin zur Definition eines uns selbst seienden Omniversums. Das bedeutet, durch unseren Zustand kann sich das Omniversum selbst erkennen.
Fasst man nun diese Eigenschaften zusammen, so erhalten wir ein Bild, das als dynamischer Prozess bezeichnet werden kann. Darin ereignen sich spontane Interaktionen, aber auch bewusst herbeigeführte Prozesse je nachdem, was die energetischen Kräfte gerade ausmacht. Es entstehen dabei diejenigen Ereignisse, die ich - in erweiterter Anwendung der Definition von Wolfgang Pauli und C.G. Jung – als Synchronizitäten akausaler Zusammenhänge postuliere. Ereignen sich z.B. die Ereignisse nicht, so fehlt die Synchronizität. Das lässt sich anschaulich an dem zeigen, was wir als Zufall bezeichnen. Sind die Synchronizitäten akausaler Zusammenhänge nicht geschehen, so wissen wir im Prinzip nichts von ihnen. Ereignen sie sich aber, so erscheinen sie oft wie zugefallen. Wir sind aber meistens in der Lage, im Nachhinein die Entstehungsfaktoren weitestgehend zurückzuverfolgen, was deutlich aufzeigt, dass vorherige, uns nicht sichtbare Prozesse tatsächlich die Bedingung für Sychronizitäten sind. Das lässt sich auch mit den vom Physiker H.P. Dürr definierten Möglichkeitswellen beschreiben.
Es ist uns möglich, bis zu einem gewissen Grad gewisse Prozesse zu beeinflussen. Das scheitert aber, wenn die Synchronizitäten sich dabei nicht ereignen. Da wären die Wünsche anzusiedeln.
Hier scheint mir eine Erklärung für alle die Wunder und Wahrsagergeschichten am Platze zu sein. Auch Götter und Astrologie gehören, was die angeblichen Vorsehungen und energetischen Bedingtheiten anbelangt, hierhin. Es sind nichts anderes als Erklärungsversuche für etwas, das ohnehin geschieht. Nur: Wir haben dabei selten den Überblick, was zur Folge hat, dass wir erst im Nachhinein erklären können, warum etwas geschehen ist.  Da bauen wir uns halt Systeme auf, die an Mutwilligkeit nicht mehr zu überbieten sind, weil nämlich nur explizit das System bestätigende Vorkommnisse als dazugehörig erklärt werden. Trotzdem hat die Auswahl und die Deutung sinnigerweise meistens den Anstrich eines Experimentes, das der klassischen Physik ähnelt, in dem bestimmte Kriterien fokussiert und andere ausgeblendet werden. Sagt eine Person etwas dagegen, wird diejenige Person meist als für die Sache zu unsensibel oder als nicht kompetent erklärt. Bei diesem Vergleich gilt es zu bedenken, dass die Ausblendungen bei der klassischen Physik nur vorläufig, bei den esoterischen aber meist dogmatische sind.
Wenn ich z.B. einen Autounfall habe, so sind da einzig die fast unendlich grossen Möglichkeiten im Spiel, die mich und das den Unfall mit verursachende Vehikel in die Situation bringen, dass solches passiert. Da sind nicht Vorausahnungen im Spiel. Alle von Aussenstehenden zu dieser Sache gemachten Aussagen, wie z.B. „ich habe es geahnt“, haben mit dem Ereignis nichts zu tun. Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir mehr als genug Befürchtungen, wenn jemand in irgendein Fahrzeug steigt. In millionenfacher Zahl ereignet sich dabei nichts. Wenn dann aber, bei einer vielleicht gemachten Befürchtung, tatsächlich etwas passiert, so gewichten wir das so, als wäre es das erste Mal, dass wir eine Befürchtung gehabt hätten. Anders liegt es bei den vom involvierten Fahrer gemachten Befürchtungen. Sie sind zwar generell auch nichts anderes als eine durch unsere Reflexionsfähigkeit bedingte Eigenschaft und haben in der Regel keine Folgen auf die befürchteten Ereignisse. Es kann sich jedoch ereignen, dass gewisse Missgeschicke tatsächlich auf diese psychische Spannung zurückgeführt werden könnten, die solche Befürchtungen auslösen. Das hat aber eine andere Abfolgequalität.
Ein anderes Beispiel ist der verpasste Flug. Stürzt  ein Flugzeug ab, neigen die Personen, die das Flugzeug verpasst haben, auch dazu, dieses als Vorsehung zu sehen. Unsere Gedanken haben zwar etwas mit Physik zu tun, weil sie auch zum energetischen Prinzip gehören, können aber nur dann mit einem Ereignis partizipieren, wenn die entsprechenden Synchronizitäten stattfinden. Ganz sicher nicht im Voraus. Einzig Vermutungen sind möglich, nicht aber faktische Gegebenheiten.
Unsere Erlebnisse haben offensichtlich nichts mit Vorsehung zu tun, aber mit Konstellationen von bestimmten Energien schon.
Nun gibt es aber Entwicklungen, die ein höheres Mass an Wahrscheinlichkeit besitzen und dadurch auch wirklich eintreffen. Dazu gehören etwa politische Entwicklungen. Aber selbst diese Art von voraussehbaren Entwicklungen unterliegen dem Chaosprinzip und können deshalb – nicht selten – durch ungeahnte Aspekte hinfällig werden.
Was aber ganz sicher ist: Garantierte Vorhersagen gibt es nicht. Wer das behauptet, verdrängt alle diesbezüglichen Aussagen und Gedanken, die er auch hatte, als sich nichts ereignete.
Immer lauter werden aber nun jene der Wissenschaft nahe Kräfte, wie auch Wissenschaftler selbst, die mit der Quantenmechanik einen Beweis für eine bewusste Schöpfung liefern wollen. Einige versuchen sogar die Telepathie über die Quantenverschränkung zu erklären. Ich möchte hier begründen, warum man die Telepathie nicht mit der Quantenmechanik verbinden kann, respektive, was dass bedeutet, wenn man es tut.
Die Quantenverschränkung besagt, dass es Systempaare gibt, die, egal wie weit sie voneinander entfernt sind, unmittelbar und sozusagen ohne Zeit auf den einen Teil reagieren, wenn dieser manipuliert wird. Das kann von einem Ende des Weltalls zum anderen geschehen.
Wäre es so, dass das Übertragen von Visionen, die von einem realen Ereignis hervorgerufen werden, durch quantenphysikalische Naturgesetze gegeben wäre, müssten die Visionen bei einer grösseren Anzahl von Leuten stattfinden. Denn, wenn dieses Phänomen tatsächlich als Gesetz in uns ist, dann würden das jede Menge Leute erfahren und nicht, wie üblich eine einzige Person, oder eine unter sich verbundene Gruppe. Eigentlich müssten es tausende sein, denn es soll mir niemand behaupten, ausser den einzelnen Personen oder Gruppen, hätten die anderen dieses Sensorium einfach nicht. Entweder ist es ein Naturgesetz dann wirkt es bei allen, oder es ist kein Naturgesetz, dann wirkt es auch bei den Visionären nicht über ein solches. Denn wie sollte man belegen, dass die Mehrheit der Bevölkerung einen Filter hat, der solche Quantenverschränkungen nicht wirken lässt, wenn diese, wie in  Berichten über Visionen immer wieder geschrieben wird, ganz spontan auf eine Person einwirken kann. Folglich müssten wir täglich tausende von mit Ereignissen synchrone Visionen haben? Das ist offensichtlich nicht der Fall.
Natürlich ist mit dem Phänomen der Verschränkung und der sich daraus ergebenden Nichtlokalität die Möglichkeit gegeben, dass wir auch mit dem Weltall verschränkt sind, da wir ja aus eben diesen Teilchen bestehen. Mein Einwand ist ja nur, wenn dem so ist, dann wären Visionen, die durch reale Gegebenheiten synchron erzeugt werden, keine Einzelereignisse.

Diese Beispiele sollen nur schildern, wie Energien in unserer Wahrnehmung wirken. Auch manchmal zu sehr wagen Interpretationen führen. Es ist also nicht so, dass die Energie oder das, was als solche bezeichnet werden kann, nur eine Grösse in der klassischen Physik ist. Die moderne Physik hat längst bewiesen, dass wir es eher allgemein mit energetischen Phänomenen zu tun haben als mit einer ausserhalb von ihr stehenden Masse. Dabei ist noch ein Vorteil zu sehen: Es erweist sich, dass alles im Prinzip systemimmanent ist. Wir könnten uns also mit der bis jetzt in der Physik angewandten Methodik und mit den uns als korrekt erscheinenden Kriterien an das Unbekannte heranwagen.
Wie eingangs erwähnt, ist diese These nicht eine Behauptung, sondern ein Vorschlag, der auch schon an anderer Stelle gemacht wurde. Ich füge höchstens den Aspekt des Omniversums im oben beschriebenen Sinne hinzu. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass jegliche Ausgeschlossenheit aus diesem Seinszustand unmöglich wird. Das bedeutet, dass das Individuum, selbst mit einem reflexionsfähigen Bewusstsein, nicht aus dem Omniversum herausfällt, weil es selbst das Omniversum ist. Konsequenterweise kann diese Theorie sogar Raum für personifizierte Schöpfergestalten, wie z.B. Gottheiten, bieten, die aber nur sekundär bedingt mögliche fiktive energetische Seinsformen sein könnten, weil sie selbst Energie sein müssen. Indem solche Schöpfergestalten, durch ihre Individualisierung, selbst Zusammengezogenheit sind, also ein Sich-selbst -sein und ein Aussen haben, bewirken sie eine Ausgeschlossenheit der angeblich von ihnen geschaffenen Wesen. Denn erst mit der Einführung einer Gottheit trennt sich der Mensch vom Omniversum. In der dadurch sie bewirkten Ausgeschlossenheit, soll er diese Schöpfergestalt erst noch lobpreisen!

Ich mache diesen Vorschlag auch, um damit aufzuzeigen, dass es Indizien gibt, die darauf hinweisen, dass die Entwicklung unseres Wissens wahrscheinlich noch lange nicht am Ende ist. Er appelliert an all jene, die heute der Meinung sind, alles Wissen sei nun gefunden, diese noch einmal zu überdenken. Das glaubten wir - nebenbei bemerkt - in der Menschheitsgeschichte schon des Öftern.
Eine Theorie der Potenzialität ist in der Physik längst bekannt. Sie beinhaltet im Wesentlichen die Aussage, dass alles, was sich für uns feststellbar entwickelt hat, in den Potenzialen enthält ist, die sich später als physikalische Gesetze manifestieren. Ich erwähne das, weil es bedeutet, dass es im Omniversum Tendenzen gibt, die sich verwirklichen, also aktual werden, sich aber nicht unbedingt verwirklichen müssen, also rein potenziell bleiben. Das läuft darauf hinaus, dass alles überall zur gleichen Zeit potenziell wie aktual existieren und sich auch manifestieren kann.

Worin liegt der Sinn dieses Vorschlags?

- Er liegt in erster Linie darin, eine Orientierung zu ermöglichen, die näher an der mit determinierbaren Kriterien wahrgenommenen Weltdarstellung
  liegt als bei einer diffusen, irrational beschriebenen Schöpfergestalt und -geschichte, welche nur logisch erscheint, wenn man sie widerspruchslos
  als solche anerkennt. Damit liegt mein Vorschlag in der Linie bestimmter Denker, die fordern, dass die moderne empirische Erkenntnis
  die Religion ersetzen muss.

- In diesem Modell gibt es keine Möglichkeit mehr die Frage „Was ist danach“ zu stellen, weil durch das Einführen des Nichtraums jegliches
  dualistisches Prinzip ausgeschlossen wird. Stellt man die Frage nach dem Nichtraum, entsteht automatisch Raum.

- Sie hat den Zweck, die wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen, wozu sie anfänglich gedacht ist: zur Lösung der Frage der Herkunft unserer
  Existenz. Wir haben noch ca. fünf Milliarden Jahre Zeit zu versuchen diese Frage zu beantworten. Wieso wollen wir schon jetzt mit
  Schlussfolgerungen wie „Wir werden die Wahrheit nie finden“ und ähnlichen kurzgeschlossenen Sprüchen die Forschung abbrechen, wenn wir
  noch so viel Zeit haben, daran zu arbeiten?

- Weil die logische Empirik der Metaphysik immer nachhinkt, da Letztere es ist, die den Impuls zu gefestigtem Wissen gibt, indem sie
  Nichtbewusstes intuitiv in das Bewusstsein holt. Die Metaphysik produziert natürlich auch Unsinn. Aber um das zu prüfen, haben wir ja wiederum
  die Kriterien der logischen Empirik.

- Der Irrtum ist erst dann ersichtlich, wenn er sich als solcher erweist.

- Es gibt für keinen Beobachter einen Vorteil, den er für seine Identitätsaufwertung benützen kann.

- Meine Theorie vollendet die existenzielle Gleichheit von allem, weil sie selbst kein Mass ist, konsequenterweise aber auch kein anderes Mass
  oder irgendeine andere Welttheorie verbietet.

- Sie hebt den Tod auf, weil es keine andere Substanz gibt als die Energie im Omniversum. Das durch Zusammengezogenheit Lebendige
  verwandelt sich bloss in andere energetische Zustände. Was endet, ist das individuelle Bewusstsein.

- Dass ich mich selbst als Omniversum erkenne, um in der energetischen Wandlung wieder in mir selbst zu verschwinden.

- Dieser Vorschlag und dessen Bearbeitung ergibt natürlich nur dann einen Sinn, wenn die hier gemachten Hypothesen immer mit den Kriterien
  der exakten Wissenschaften aufgestellt und falsifiziert werden.

Gegen die Hilflosigkeit im Omniversum
Gott ist der Anfang des menschlichen Bewusstseins und kein Gott. Sollten wir folglich den Moment erleben, wo wir uns nicht mit dem Omniversum - also mit uns - in einer Synthese erfahren und dabei Hilflosigkeit entsteht und jeglicher Sinn abhanden kommt, schlage ich vor, dass man sehr wohl Instanzen anrufen kann, die uns in diesem Unvermögen Halt bieten können: Das ist z.B. der Anfang des Bewussteins, also die Quelle der Erkenntnis, sowie der Anfang der Möglichkeiten, die uns inspiratorische Hilfe und damit Rat bieten können. Man kann also sich selbst an der Quelle der Erkenntnis orientieren. Wahrscheinlich sind das die Bereiche, die auch einen Gott implizieren. Bei meinem Vorschlag wird aber die real festzustellende Dimension als Orientierungshilfe hinzugezogen und kein fiktives Über-Ich.
Als geistige Orientierung würde so der Anfang des Bewusstseins dienen, weil es als ordnende Kraft wahrgenommen werden kann.

Dabei ist es wichtig, sich selbst als Omniversum zu erkennen. Wir haben uns also, als Teil des Omniversums, selbst so geschaffen.

Abschliessend noch einmal John D. Barrow, Physiker und Mathematiker: Die Unendlichkeit fordert uns heraus, über die Verkoppelung von uns selbst und allen Dingen, die uns teuer sind, nachzudenken und die Beweiskraft aller Möglichkeiten – der denkbaren und der verwirklichten – abzuwägen.

Radikale Konsequenz der Energietheorie auf die Bedeutung des Bewusstseins im Omniversum
Dadurch, dass wir selbst das Omniversum sind, endet eine weitere Illusion von einer Sonderstellung des Menschen in der Natur. Wir sind also nicht nur nicht mehr Mittelpunkt des dynamischen Geschehens der Natur, sondern unsere Wahrnehmung, in irgendeiner Weise Bedeutung zu haben, wird dadurch zunichte gemacht, dass wir aus Energie bestehen und entstanden sind und wieder darin verschwinden. Unser Leben ist also nur so lange von Bedeutung, als es besteht. Sind wir in dem Zustand, den man als tot bezeichnet, erreichen wir die gleichen Eigenschaften wie vor der Geburt. Wir wissen nichts mehr von unserer bewussten Existenz. Aber zugleich, als Omniversum, sind wir dynamisch noch wirksam, in einem anderen Energiezustand. Das einzige, was uns über den Tod hinaus unsere gewesene Existenz in Erinnerung halten kann, sind unsere Aktivitäten während des Lebens, die, je nach Art, uns noch ein paar Jahre bis Jahrhunderte dokumentieren können. Aber spätestens nach ein paar Milliarden Jahren wird auch diese Möglichkeit zu Ende sein, nämlich dann, wenn die Sonne zum roten Riesen wird und den grössten Teil des zu ihr gehörigen Systems verschluckt. Durch diesen Prozess im Sonnensystem ist die Frage nach unserer Bedeutung radikal gelöst. Natürlich immer vorausgesetzt, dass wir bis dahin kein Mittel gefunden haben, aus dieser Falle zu fliehen.
Beruhigend an meinem Vorschlag ist, dass wir dadurch endlich wissen, woher wir kommen und in welchem Verhältnis wir wirklich zur Realität stehen. Wir sind folglich weder der Mittelpunkt der Natur, noch sind wir nichts. Wir sind ganz einfach Energie des Omniversums in verdichteter Form. Der Versuch, ein anthropologisches Prinzip auszumachen, muss konsequenterweise auch zu diesem Schluss kommen, wenn dieser mit streng wissenschaftlichen Kriterien gemacht wird.
Stattdessen versuchen immer mehr Physiker eine theistische Erklärung zu forcieren. Es ist doch einigermassen erstaunlich wie Wissenschaftler, die sich der Emiprik verpflichtet haben, plötzlich die noch nicht determinierbaren Teile der Natur dadurch erklären, dass da ein Gott im Spiel sein soll. Anstatt weiterhin mit den Kriterien der Wissenschaft weiter zu forschen, gleiten sie gedanklich in völlig irrationale Überlegungen ab. Dabei werden sie nicht müde, die Thesen über die Prozesse vor der Entstehung einer Singularität, als Spekulation abzutun. Im Gegensatz dazu aber einen Gott wie selbstverständlich postulieren. Das ist völlig unverständlich und psychologisch schwer nachvollziehbar. Wenn schon spekulativ weiter gedacht werden muss, so ist es logisch nicht mehr nachzuvollziehen, warum diese Forscher nicht den naturwissenschaftlichen Weg weitergehen, wie es z.B. Bojowald und Ashtekar tun, dafür aber die wohl dümmste Erkenntnisspur wählen. Das verrückte daran ist, dass sie sich so jeglicher Möglichkeit zur Erkenntnisweiterung berauben. Es scheint gedanklich bequemer zu sein, sich einen bewussten Schöpfer von der Natur vorzustellen, als, zugegeben vorläufig ebenso spekulativ, über der mit der Wissenschaft eng verbundenen logischen Empirik hinaus halt trotzdem, mit möglichst konsequenter Logik Spekulationen anzustellen die, sollten sie erfolgreich sein, bestimmt eine Erweiterung des Erkennens bringen. Die Schlussfolgerung eines Gottes als Ursache ist im Gegensatz dazu das Ende der Forschung und die Religiösen können getrost ihr an Selbstherrlichkeit grenzendes Unwesen vollenden.
Hier stimmen meine Überlegungen mit denen des logischen Empirikers überein, weil auch er im System des Weltalls keinen beweisbaren Hinweis findet, dass da eine höhere Sinngebung der Natur sein kann. Somit könnte man ja auf die Erweiterung der Überlegungen hin zu einem Omniversum verzichten. Nur hat die reduzierende Beschränkung auf ein Weltall den Nachteil, dass so behauptet werden kann, es gebe eben einen Geist ausserhalb von diesem. Deshalb hat die Erkenntnis, dass unser Weltall endlich ist, nicht nur eine rein physikalische Komponente, sondern hat bis tief in unsere Philosophie Konsequenzen, und wir werden am Schluss gezwungen, eine grössere Dimension aus oben geschilderten logischen Thesen anzunehmen.

Wie sollen bewusste Wesen so noch Sinn, ja sogar Moral finden?
Aufgrund dieser Erkenntnis erhalten wir eine Situation, die wir bei Naturzuständen fast immer antreffen. Einerseits sind wir als Individuum Ort, andererseits als Teil einer Verbandsgruppe ein dynamisches Prinzip. Als einzelner Mensch sind wir also individuell agierend mit dem Nachteil, dass wir in diesem Zustand, gemessen am Omniversum, nicht einmal Eintagsfliegen sind. Wir sind aber Träger von Informationen, die weit über unser Dasein hinaus eine Rolle spielen können. Darin besteht der Sinn des Einzelnen, der somit unverzichtbar für den Weitertransport unseres Wissens, also des Bewusstseins, ist. Hier ist die dynamische Seite des Prinzips bewusstes Leben. Wie unschwer ersichtlich, haben wir im Laufe der Evolution einiges zustande gebracht. Folglich ist auch leicht zu erkennen, dass die Energien offensichtlich einen Zustand erreichen können, der es ihnen ermöglicht, dass sie sich selbst erkennen können. Wenn so ein dynamisches Prinzip uns bewirken kann, gibt es keinen Grund, diesen Zustand als nicht sinnvoll zu erfahren, sind wir es doch selbst, die zu diesem System gehören, also Teil der Ursache sind.
Insofern ist der Sinn der, beizutragen, dass Leben erhalten bleibt und sich dabei die Erkenntnis mehrt. Wir sind sozusagen verantwortlich für die Weiterentwicklung dieses Bewusstseinsprozesses. Dieses Bewusstsein, das anfänglich rein für das Erdenken einer günstigen Überlebensstrategie diente, hat jetzt eine neue Qualität entwickelt. Wir wissen aber nicht, welche Potenz in diesem Prozess liegt. Folglich wäre es bedauerlich, wenn wir diesen Prozess beenden würden, sei es geistig oder physisch. Das gilt auch auf der Ebene des Individuums, weil wir von keinem Wesen wissen, was es zu diesem Prozess beisteuert. Selbst der „schlechteste“ Mensch trägt zu irgendeiner Erkenntnis bei. Dummerweise auch diejenigen Menschen, die glauben, sie müssten „schlechtes“ Leben vorzeitig beenden.
Da unser Weltall endlich ist, könnte die Möglichkeit bestehen, dass z.B. unser Bewusstsein sich derart entwickeln kann, dass es ein solches nicht mehr braucht. Wir wissen das ganz einfach nicht. Genau dieses Nichtwissen ist aber der Hauptgrund, warum wir diesen Prozess nicht unterbrechen sollten.
Es gibt aber auch kein Gesetz, das uns eine Zerstörung verbietet. Es geschieht nicht einmal etwas, denn wir würden in einem solchen Falle ganz einfach wieder Omniversum. Unser Sein würde also von einem Zustand in einen anderen wechseln. Auch hier ist es nicht unmittelbar wichtig, wenn das der Empiriker lieber nur mit dem Weltall sehen möchte. Es kommt substanziell auf dasselbe heraus.

Wenn die hier geschilderte Seinsform des Lebens als Massstab gilt, so sind für das klassische Verständnis von Sinn und Moral keine Werte mehr auszumachen. Es gibt  dann nichts Fremdbezügliches mehr, mit dem ein Sinn ausgemacht werden kann. Es scheint, als bliebe der Genuss des Lebens als einziger Sinn.
Hier wäre auch die Sexualität anzusiedeln, die insofern noch einen höheren Sinn beinhalten könnte, weil sie gelegentlich auch zur Erhaltung der Art dient, also den Attraktor des Bewusstseins stabil halten würde.
Glaubt in dieser wertelosen Welt ein Individuum, es könne jegliche Hemmnis ablegen und - für die andern - destruktive Genüsse pflegen oder z.B. jemanden bestehlen oder töten, so ist ihm das vorerst tatsächlich möglich, ohne die geringsten Konsequenzen befürchten zu müssen, jedenfalls nicht vom Zustand her, den ich als Omniversum definiere. Es ist aber aus verschiedenen Gründen nicht sehr klug, so etwas gesellschaftlich zu vertreten, denn derjenige, der das propagiert, ist selbst dieser Logik ausgesetzt. Er setzt nämlich lokal energetische Kräfte in Bewegung, die ihn in diese Dynamik mit offenem Ausgang mit hineinziehen. Das wäre ja wohl das Ende der menschlichen Geschichte. Denn selbst wenn am Ende noch ein paar übrig bleiben würden, wären sie diesem Prinzip weiterhin ausgesetzt und würden zudem auf das massivste den Wandlungsprozess gefährden, den es braucht, um eine Spezies überleben zu lassen. Und  wie sinnvoll ist es, sich auf diese Weise zu behaupten, im Wissen darum, dass das alles letztlich im Verschwinden endet, als wäre es nie gewesen? Durch die Feststellung „Woher wir kommen, dahin verschwinden wir“ lässt sich für niemanden auch nur ein kleinster Vorteil erzielen. Wir müssen endgültig realisieren, dass wir nur dadurch noch eine Ganzheitserfahrung machen können, wenn wir uns selbst als Omniversum verstehen. Das heisst, wir sind im Tod nichts anderes als was wir auch jetzt sind: Energie. Einzig die energetischen Verhältnisse sind anders. Unser Bewusstsein ist weder ein Scherz noch ist es nichts im Omniversum. Es ist, was es ist. Es ist die Tatsache, dass das Omniversum sich selbst beobachten kann. Mehr nicht. Wir aber können uns während eines Lebens an dieser Eigenschaft erfreuen und unser Wissen damit  mehren, indem wir versuchen, unsere wahre Herkunft zu ergründen und andere spannende Entdeckungen zu machen, im Wesentlichen aber dazu beitragen, diesen Prozess in Gang zu halten, wie auch immer.
(Wenn nun ein religiöser Mensch triumphieren will mit der Begründung, er habe eben einen Gott, dem er dienen könne, so frage ich ihn, ob ihm die Lobpreisung Gottes wirklich Sinn genug sein kann. Jedenfalls sind sich beide Theorien bezüglich Sinnfrage sehr ähnlich. Denn beide enden im System selbst.)
Es birgt natürlich auch den Aspekt in sich, dass sich gewisse Individuen dazu entschliessenm, aus Enttäuschtheit oder Verzweiflung den Genuss auf Kosten anderer zu betreiben. Um das zu regeln, sind natürlich immer noch die Gesetze da, die ja aus oben genannten Gründen nach wir vor sinnvoll sind. Und eines ist immer Realität:

Was wir auch machen, wir machen es als Omniversum. Also – ironischerweise – in uns selbst.

Wie kann diese These bewusst verbreitet werden?
Wenn ich den gegenwärtig fast inflationären Trend zur Religiosität beobachte, frage ich mich, ob wir mit den gängigen Methoden die Profanierung der Öffentlichkeit überhaupt noch mehren können. Ganz offensichtlich sind die diffus wirkenden, manchmal sich widersprechenden Informationen aus Wissenschaft und Propaganda, mit denen die Gesellschaft konfrontiert wird, dazu angetan, wieder geistig autoritäre Orientierungen zu ersehnen. Das - und hier ist mein Vorwurf - hat sehr viel damit zu tun, dass sich die Instanzen, die sich um eine Profanierung kümmern sollten, nämlich die Wissenschaft, insbesondere die moderne Physik, genau dies eben nicht tun. Grund dafür ist, dass durch sie nicht eine neue Dogmatik entstehen soll. Es soll also nicht wieder ein nach Aufgezwungenheit aussehendes Wissen durchgedrückt werden, wie das historisch auch von der Wissenschaft getan wurde. Die Wissenschaft muss aber bedenken, dass sie mit den an das Religiöse gekoppelten Instanzen bezüglich Realitätswahrnehmung in Konkurrenz steht. Diesen Dialog kann sie nur gewinnen, wenn es ihr gelingt, der Gesellschaft ebenso orientierungssichere Denkmodelle anzubieten, wie das die Religionen tun. Das dürfte mit dem heutigen Wissen in der Physik nicht allzu schwer sein. Denn sie kann als einzige, neben logischen, oder als logisch erscheinenden Argumenten, noch handfeste Beweise mittels Experiment liefern.
Auch kann die Wissenschaft nur mithalten, wenn sie sich mit ähnlichen Mitteln wie die Religionen in der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei muss das ja nicht dogmatisch geschehen. Aber sichtbare Präsenz ist das einzige Mittel, eine nachhaltige Konfrontation zu bewirken, die mit der Zeit eine stärkere Wahrnehmung im Bewusstsein der Gesellschaft bewirken kann. Dabei genügt es nicht, sich auf die Publikation von Büchern zu verlassen. Genau so wenig wie sich die Religiösen bloss in Büchern darstellen, muss die Wissenschaft nach Mitteln suchen, wie sie eine breitere Öffentlichkeit mit sichtbareren Medien erreichen kann. Nur so ist es möglich, dem zum Teil schon erschreckend normal daherkommenden Trend zur Renaissance der Religiosität mindestens gleich stark entgegenzutreten. Sie muss den Ruf eines Erzeugers materieller Gebrauchsgegenstände erneut ablegen, indem sie wieder auch als Wissenschaft zur Lösung philosophischer Fragen wahrgenommen wird. Nur so wird sie wieder in die Abwägungen des gesellschaftlichen Dialogs um die Wahrheitsfindung integriert.
Es darf nicht sein, dass aus objektivierenden Gründen eine Behauptung wie die der Kreationisten, die wissenschaftlichen Daten seien nicht absolut abgesichert und deshalb nicht evident, von der Wissenschaft deswegen nicht gebremst werden kann, weil sie wegen ihrer Bemühung  um Objektivität da nichts entgegenhalten kann. Die Wissenschaft muss klarer kommunizieren, dass zwar die Daten immer zur Korrektur offen sind, um für neue Erkenntnisse offen zu sein, dass das aber nur geschieht, um gerade das zu verhindern, was Kreationisten natürlich anstreben, nämlich eine dogmatisierte Weltsicht zu errichten. Den Kreationisten wird es aber nie gelingen, eine experimentelle Nachprüfbarkeit ihrer Behauptungen zu erreichen. Sie haben als Beweismittel lediglich die Aussage eines Buches; es fehlen die determinierbaren Experimente dazu. Hier hat die hat die Wissenschaft handwerkliche Mittel in der Hand, deren Zulässigkeit zur Evidenzbestimmung kein Kreationist mit seinen Argumenten widerlegen kann. Ein Beispiel: Solange sich die Altersbestimmung mit der C14-Methode, die im Einklang mit den nachprüfbaren Erkenntnissen über die atomare Struktur steht, statistisch bewährt, sollten wenigstens diejenigen, die zum rationalen Weltbild neigen, sich daran orientieren und nicht durch religiöse Behauptungen verunsichern lassen denen nicht einmal eine annähernd gleich determinierbare Beweisführung möglich ist, verunsichern lassen. Zudem ist die Offenheit in der Wissenschaft so, dass in der Regel nicht alles falsch war, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben. Vielmehr ergänzen die neuen Erkenntnisse meistens lediglich die alten. Die Unsicherheit der Gesellschaft beruht also auf einer Verallgemeinerung einer Wahrnehmung, weil im Moment der wissenschaftliche Dialog eher konfus erscheint, da zwecks objektiver Information beinahe jede Aussage veröffentlicht wird. Die Meinung also, die Wissenschaft widerspreche sich laufend, beruht auf einer nicht konsequent reflektierten subjektiven Schlussfolgerung. Das nützen die Religiösen zu ihrem Vorteil aus. Weil sie selbst nicht in der Lage sind, ihre Ansichten zu beweisen, missbrauchen sie diesen Nachteil der aber jeder These, ob wissenschaftlich oder religiös, anhaftet unfairerweise, um die Wahrheit ihrer Botschaft zu untermauern.

Solche gefährlichen Entwicklungen können nur dann gestoppt werden, wenn sich die Öffentlichkeit vermehrt der philosophischen Aspekte der wissenschaftlichen Forschung bewusst wird. Das wiederum ist zu erreichen, wenn mehr als das blosse Büffeln von Mathematik und experimentellen Theorien in Bezug auf die Naturwissenschaften als Erinnerung an die Schule zurückbleibt. Wenn ich aber Publikationen über die Wissenschaft lese - seien sie philosophisch oder analytisch wissenschaftlich - so fällt mir auf, wie erschreckend klein die Bereitschaft der Publizisten ist, sich in eine erweiterte philosophische Diskussion einzulassen. Bis auf wenige Nobelpreisträger ist da äusserste Zurückhaltung auszumachen. Durch meine persönliche Erfahrung stelle ich fest, dass dabei das grösste Hindernis die Angst vor dem Verlieren des Images, als rationalistisch zu gelten, ist. Eine andere Blockierung ist die eigene psychische Angst, einmal erreichte Orientierungen aufzugeben.

Wie sind solche Barrieren zu überwinden?
Eines der wichtigsten Medien dazu ist die Kunst, weil sie in ihren öffentlichen Botschaften grösste Freiheiten geniesst. Sie kann an sich trockene Themen emotional umsetzen, um so Themen zugänglicher zu machen. Für einen Künstler ist es zudem eher möglich, eine Stufe weiter in die Spekulation zu gehen, als das ein Wissenschaftler wagt. Zugleich bietet diese Anwendung der Kunst wieder die Möglichkeit, mehr als bloss den Attraktor der im Status quo     der gerade geltenden Realitätswahrnehmung  verweilenden Gesellschaft zu spielen. Sie könnte so eine über die sinnliche Alltäglichkeit hinaus wirkende Dynamik herstellen. Die Kunst erhielte damit wieder ihren sinnvollsten Auftrag zurück, nämlich zusammen mit den Trägern der Erkenntnis zu helfen, diese zu erweitern und zu verbreiten. Insbesondere für Personen, die eine Erweiterung der philosophischen Erkenntnis noch für realistisch halten, könnte eine solche Kunst dienend sein.
Dabei ist die Malerei eines der sichtbarsten Medien, um solches zu erreichen. Wie schon als religiöse Malerei, hat sie die Möglichkeit, die modernen Erkenntnisse sinnlich darzustellen. Was früher einmal aus Gründen des verbreiteten Analphabetismus geschah, könnte heute aus demselben Grunde wieder eingesetzt werden, ist doch in der breiten Öffentlichkeit eine eklatante Verdrängung der Wissenschaft als geistiges Bewusstseinsmodell, das auch für emotionales zuständig ist, festzustellen. Dies könnte aus den schulischen Erfahrungen mit dem Wissenschaftsunterricht entstanden sein oder weil sich die Wissenschaft selbst als eher emotionslos darstellt, in der Regel, um neutrale Glaubwürdigkeit zu markieren. Dadurch wird sie hauptsächlich als Lieferantin für die materielle Verwendung wahrgenommen. Das hätte sie mittlerweile nicht mehr nötig, weil die moderne Wissenschaft eine gewisse emotionale Kreativität in den Aussagen zulassen würde.
Das sinnliche Bild kann viel dazu beitragen, dass das moderne Wissenschaftsbild der Öffentlichkeit vertrauter würde, und so die Hemmnis vor der angeblich emotionslosen Forschung beseitigen. Denn mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann sogar bewiesen werden, dass gerade die Emotionen in den Gesetzen der Physik eingebettet sind. Nur so, also mit einer gesteigerten Allgegenwärtigkeit der wissenschaftlichen Gültigkeit, lässt sich eine Argumentation aufbauen, die sich als mindestens subjektiv gleichwertig den religiösen Argumenten stellen kann und so der Öffentlichkeit eine sich in mindestens gleicher Argumentationsstärke zeigende, geistigen Alternative präsentiert.
Es ist stossend, wie sich heute noch Atheismus und die dazugehörige wissenschaftliche Argumentation vor der Gesellschaft verstecken muss. Denn laut Umfragen ist es immerhin nur gegen die Hälfte der Gesellschaft, die noch an einen Gott glaubt. Die Mehrheit der anderen Hälfte hat bedenken, ihre Haltung öffentlich zu vertreten. Das äussert sich ganz extrem bei den Politiker welche auf Wahlstimmen angewiesen sind. Gerade deshalb wären  Anstrengungen, den Atheismus in der Öffentlichkeit als emotional kompetente Lebenserfahrung darzustellen, heute mehr denn je vonnöten.

Wie wirkt die Natur?
Die Natur hat keinen Plan, sie geschieht durch aus energetischen Konstellationen sich ergebenden Zwänge.
Unter einem Plan versteht man gewöhnlich eine vorgezeichnete bewusste Absicht. Das hat die Natur zu keinem Zeitpunkt. Wenn im Nichtraum Fluktuationen entstehen, ist da keine  Absicht,irgendeinmal ein Weltall zu schaffen, geschweige denn Leben, oder gar Leben mit Reflexionsfähigkeiten zu ermöglichen. Erst, wenn solches sich ereignet kann es sein, dass durch Forschung die Zusammenhänge entschlüsselt werden können.
Zwänge hat sie insofern, dass, wenn gewisse energetische Konstellationen eintreten, nichts anderes passieren kann, als das, was diese Konstellationen ergeben. So ist z.B. eine Singularität nur unter dem exakt sich entwickelnden energetischen Druck möglich, welcher wiederum nur unter diesen Umständen einen Urknall auslösen kann. Das würde aber bedeuten, dass Weltalle nur unter diesen Gesetzen entstehen könnten. Einzig die Verletzung gewisser Symmetrien könnten in der Folge noch Variationen in der Entstehung von Weltallen bewirken.
Auch das Leben ist nichts anderes als die Folge von Zwängen in der Natur. Es braucht nämlich ein riesiges Spektrum von dem, was man als Möglichkeitswellen bezeichnet, um dieses zu bewirken. Es sind energetische Konstellationen, die sich immer mehr verkomplizieren, so, dass man letztendlich fast nicht mehr erklären kann wie so etwas entsteht. Nur deshalb driften gewisse Menschen in die Mystik ab.  Sie haben ganz einfach nicht die philosophische Geduld zu warten, bis eines Tages auch diese Komplexität entschlüsselt werden kann.

Ab 25. Dezember 2006
Roset, Künstler. Ich beschäftige mich mit  Physik, insbesondere der Quanten- resp. Teilchenphysik, die ich in meinen Bildern wegen ihrer philosophischen Konsequenzen auf unsere Wahrnehmung immer wieder zum Thema habe. Ich lasse meine Schlussfolgerungen durch Fachleute auf ihre Korrektheit hin prüfen.

Für den Empiriker
lässt sich meine Theorie kurz fassen:
Das Weltall ist ein Produkt der Energie und nimmt mit derer Verlust wieder ab, d.h. verschwindet. Ein nicht unbekannter Prozess.
Die folgende These, nämlich, dass wir selbst das Omniversum im oben beschriebenen Sinne sind, behält also ihre Gültigkeit noch, wenn wir diese auf das uns bekannte Weltall reduzieren. Auch hier erweist es sich, dass der Stoff, aus dem wir physisch wie geistig sind, derselbe ist, aus dem auch das Weltall entstanden ist.
Wozu dann die ganze Bemühung eines Omniversums? Weil das Weltall endlich ist und somit zu jeglicher Spekulation einlädt, insbesondere zur Spekulation einer ursächlichen Schöpfergestalt:
Es kann dann auch ein Geist ausserhalb des Weltalls behauptet werden. Und gerade deshalb ist es nötig, dass wir versuchen, bis zum Nichtraum hin die hier dargestellte Theorie einst empirisch zu beweisen, was im Moment natürlich utopisch tönt.

Für den Gläubigen
Aus dieser Theorie lässt sich, bei objektiver Anwendung von ihr, auch ein Gott konstruieren: Dieser wäre aber nicht Ursache, sondern die Folge von energetischer Selbstorganisation. Um dann sein schöpferisches Werk zu vollbringen, müsste er sämtliche bestehenden Energien usurpieren, um damit das gleiche zu machen, was durch Energie ohnehin schon geschieht. Wäre ein solches Verhalten göttlich? Über etwas hätte ein Gott also keine Macht und wäre folglich nicht allmächtig: über den Nichtraum und dessen Potenz zur Energieerzeugung.
Das bedeutet: Man kann sich in sein Weltbild schon einen Gott denken, es benötigt ihn aber nicht, denn auch ein Gott könnte nur mit Energie das erreichen, was wir heute wissenschaftlich beobachten können. Bei aller Liebe zur Transzendenz, sie ist nur durch Energie erklärbar. Somit ist ein höherer Geist oder das Geistige auch nur durch das Bestehen von Energie möglich. Beide Theorien sind zudem, durch die Anwendung in der Physik, mit bestimmten Kriterien belegt, was wiederum nicht das Bild eines Nichtraumes von etwas Allumfassenden bzw. Allseinenden   vermitteln respektive beschreiben kann. So schlage ich vor, bis zum finden eines eventuell noch genaueren Begriffes, den Begriff des Nichtraumes anzuwenden.

Was sagen Sie dazu? > Kommentar schreiben und schicken

Home